1. Saarland

Hier wird herrenlosen Tieren geholfen

Hier wird herrenlosen Tieren geholfen

Niederlinxweiler. Das Tierheim Linxbachhof wird von Herrn Schaffner, dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins Neunkirchen und Umgebung, schon seit vielen Jahren geleitet

Niederlinxweiler. Das Tierheim Linxbachhof wird von Herrn Schaffner, dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins Neunkirchen und Umgebung, schon seit vielen Jahren geleitet. In einem Gespräch mit Schaffner, den wir im Rahmen des Projektes "Zeitung macht Schule" der SZ besuchten, erfuhren wir, dass momentan 26 Hunde, etwa 70 bis 80 Katzen, etwa 30 Kaninchen sowie eine größere Anzahl von Kleintieren im Tierheim untergebracht sind. Das Tierheim nimmt fast alle Tiere auf, denen es eine artgerechte Haltung bieten kann, außer Großtiere und Exoten. Leider kommen immer mehr Katzen dazu, da diese vermutlich wegen des geringen Kaufpreises oftmals unüberlegt angeschafft werden. Gleiches gilt für Mischlingshunde. Wenn dann im täglichen Leben das Tier die Freiräume seines Besitzers einengt, sind manche nur all zu schnell bereit, sich wieder von ihm zu trennen. Wird dann das einst so geliebte Haustier abgegeben, werden für die Entscheidung die unterschiedlichsten Gründe genannt: Geldmangel, fehlende Zeit, Allergie, Trennung vom Partner oder Tod des Besitzers. Natürlich brauchen auch Tiere im Tierheim jeden Tag Futter, Pflege und Bewegung. Ihre Unterkunft muss täglich gereinigt werden. Dieses Arbeitspensum erfordert viele Hände. Deshalb sind im Tierheim Linxbachhof neben einem Festangestellten und vier Teilzeit-Angestellten noch zirka zehn bis 15 überwiegend weibliche ehrenamtliche Helfer tätig. Beim Tierschutzverein Neunkirchen und Umgebung ist man über das Engagement dieser Tierpaten sehr erfreut. "Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat," so erzählt Schaffner, "kann sich gern bei uns melden." Das Tierheim hat an allen Werktagen nachmittags geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ist geschlossen. "Ein Spaziergang und ein paar Streicheleinheiten tun allen Tieren gut", fügt er an. Dennoch sind die Hunde nicht traurig, wenn sie zurück in ihren Zwinger müssen, da die Bindung zwischen Mensch und Tier nicht so groß ist wie in einer Familie. Wir fragten Herrn Schaffner, welchen Ratschlag er einem Interessenten vor der Anschaffung eines Haustieres geben möchte. "Zuerst einmal sollte die ganze Familie mit der Anschaffung eines Tieres einverstanden sein." Der Interessent sollte sich möglichst viele Informationen über die Bedürfnisse des Tieres verschaffen. So kommen auf einen künftigen Hundebesitzer neben dem Kaufpreis weitere Kosten wie beispielsweise Futter, Pflegemittel, Tierarztkosten und Steuern zu, ein ganzes Tierleben lang. Außerdem sollte man sich Gedanken über die Unterbringung des Haustieres während des Urlaubs machen. Auf die Frage, wie die Einrichtung finanziert werde, antwortete er, dass neben der vielen Arbeit auch jede Menge Kosten für den Betrieb des Tierheimes und für Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen anfallen. Deshalb sei das Tierheim auf Mitgliedsbeiträge und Sponsoren angewiesen. Das Tierheim veranstaltet am 24. und 25. Mai wieder einen "Großen Flohmarkt" mit Kaffee und Kuchen. Wir fragten Marga Fischer, eine rüstige Rentnerin, die schon seit mehreren Jahren jeden Tag von Ottweiler kommt, um mit einem Hund spazieren zu gehen, nach ihren Beweggründen hierfür. "Ich gehe gern mit diesem Hund spazieren, weil er den ganzen Tag alleine ist und auf diese Weise etwas Auslauf bekommt. Außerdem bewegt man sich dabei. Und so tue ich auch ganz nebenbei etwas für meine Gesundheit." Ähnlich begründet Clarissa Saxler aus Niederlinxweiler ihr Engagement: "Ich mag Tiere und sie tun mir leid, wenn sie den ganzen Tag auf etwas Abwechslung warten müssen." Wir denken, das ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Vielleicht auch für Sie? David und Simon Hoffmann, Klasse 8b, Arnold Janssen-Gymnasium St. Wendel