1. Saarland

Hier führen die Damen Regie

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Hirstein. Die evangelische Frauenhilfe blickt auf eine 50-jährige Vereinsgeschichte zurück. Sie feiert dieses Jubiläum am Sonntag, 16. Oktober, in der Kirche und im Kultursaal. Gegründet wurde sie 1960 auf Initiative des damaligen Pfarrers Dietrich Spering. Von den Gründungsmitgliedern lebt nur noch Hilda Gisch

Hirstein. Die evangelische Frauenhilfe blickt auf eine 50-jährige Vereinsgeschichte zurück. Sie feiert dieses Jubiläum am Sonntag, 16. Oktober, in der Kirche und im Kultursaal. Gegründet wurde sie 1960 auf Initiative des damaligen Pfarrers Dietrich Spering. Von den Gründungsmitgliedern lebt nur noch Hilda Gisch. Vor 50 Jahren kamen die Frauen in der Herbst- und Winterzeit wöchentlich zusammen. In der Passionszeit wurden die Zusammenkünfte mit den jeweiligen Andachten verknüpft.

Hilfe im dörflichen Leben

Sie erfüllten mit ihren Aktivitäten nicht nur einen kirchlichen Auftrag, sondern boten Mithilfe dort an, wo sie gebraucht wurde und engagieren sich bis heute im dörflichen Leben. So ist die Mitgestaltung des Seniorennachmittags Tradition. 1965 wurde in der Hirsteiner Frauenhilfe zur Mitfinanzierung der Glocken in Hirstein eine Chorgemeinschaft unter der Leitung von Erna Fries gegründet. Der Chor entwickelte sich zu einem belebenden Element und wurde durch die Auftritte im kirchlichen und kulturellen Raum über die Heimatgrenzen hinaus bekannt. Karl-Heinz Fries, der Sohn von Erna Fries, der auch das Jubiläum mitgestaltet, hat den Chor der Frauenhilfe bei ihren Auftritten in all den Jahren musikalisch begleitet. Der Verein ist Mitglied im Landesverband Rheinland der evangelischen Frauenhilfe und im Festausschuss Hirsteiner Vereine. 1985 übernahm Brigitte Müller den Vorsitz, setzte mit Elan die Arbeiten der Vorgängerinnen bis 2005 fort und gab das Amt dann an Ellen Kreussel weiter. "Es war eine nicht gerade schöne Zeit, die es zu überwinden galt", berichtet die Vereinsvorsitzende Lieselotte Remus - seit 2007 im Amt - und nennt Differenzen mit der Kirchengemeinde Wolfersweiler. Der geplante Verkauf der evangelischen Kirche Hirstein habe zu Unruhen innerhalb der Ortsgemeinde geführt. Mehr als 300 evangelische Bürger von Hirstein, weiß Remus, wandten sich der evangelischen Kirche St. Wendel zu. Ein großer Teil werde auch heute noch von St. Wendel betreut. Auch aus dem Kreis der evangelischen Frauenhilfe wechselten Mitglieder nach St. Wendel, was die Situation für die Frauenhilfe nicht leichter machte. Eine Herausforderung sei der Kauf einer Glocke für den Hirsteiner Friedhof gewesen, die für alle Verstorbenen geläutet wird. Die evangelische Frauenhilfe mit ihren derzeit 59 Mitgliedern brachte dazu 8000 Euro auf. Weitere 3000 Euro kamen als Spenden von Hirsteiner Bürgern und aus dem Landesprogramm "Tatort Dorfmitte". Jeweils 1000 Euro steuerten die Gemeinde Namborn und der Ortsrat Hirstein bei. Das Ziel der evangelischen Frauenhilfe für die nächsten Jahre beschreibt die Vorsitzende Lieselotte Remus wie folgt: "In Eintracht, Harmonie und mit selbstlosem Einsatz unserem christlichen Auftrag gerecht werden, damit der unglückliche Zwist ausgeräumt wird und Einigkeit unter den evangelischen Christen von Hirstein eintreten kann". se

Auf einen Blick

Vorstand: Vorsitzende und Schriftführerin Lieselotte Remus, Stellvertreterin Inge Gerhart, Kassiererin Renate Korb, Beisitzerinnen Brigitte Zuschlag, Alexa Voss, Helga Maier, Dorle Regitz.

 Der Verein, den Lieselotte Remus seit 2007 leitet, zählt momentan 59 Mitglieder.
Der Verein, den Lieselotte Remus seit 2007 leitet, zählt momentan 59 Mitglieder.

Die Feierzum 50-jährigen Bestehen beginnt an diesem Sonntag, 16. Oktober, 14 Uhr, mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Hirstein, gestaltet von den Pfarrern Jörg Grates und Markus Karsch. Mitwirkende sind die Gitarrengruppe Tea Chips aus Marpingen und Karl-Heinz Fries an der Orgel. Beim anschließenden Treffen im Kultursaal werden die Gäste durch Karl-Heinz Fries, der Sopranistin Martina Veit, den Singkreis Eitzweiler und den Musikverein Hirstein unterhalten. se