1. Saarland

Hexennacht hält Polizei in Atem

Hexennacht hält Polizei in Atem

Als hätten sie nicht schon Arbeit genug, mussten Beamte der Polizei-Inspektion Sulzbach außer der Reihe, also an Hexennacht, rund 30 Mal innerhalb von zehn Stunden ausrücken.

Sulzbach-/Fischbachtal. Als hätten sie nicht schon Arbeit genug, mussten Beamte der Polizei-Inspektion Sulzbach außer der Reihe, also an Hexennacht, rund 30 Mal innerhalb von zehn Stunden ausrücken. Laut Dienstgruppenleiter wurde, in Erwartung ungeheuerlicher Geschehnisse, die Schicht in der Nacht zum Dienstag mit doppelter Mannschaft gefahren. Die Polizei musste feststellen, dass es heutzutage mit harmlosen Streichen, etwa Autos mit Klopapier umwickeln oder mit Rasierschaum besprühen - nicht mehr getan ist. Denn in einem Fall wurde Bauschaum benutzt, um Sachbeschädigung zu begehen. Ansonsten war in Sulzbach, Friedrichsthal, Quierschied und im Stadtbezirk Dudweiler wieder alles dabei, was nicht originell, aber strafbar ist. So mussten die uniformierten Beamten zu insgesamt fünf Zusammenstößen mit Körperverletzung ausrücken, wobei nicht nur in manchem Wirtshaus zu viel gebechert wurde, sondern auch im familiären Kreis. Dort "verkümmelten" sich ein paar Herrschaften, was sich wiederum im Polizei-Protokoll niederschlägt. Was den unkontrollierten Alkohol-Genuss angeht, so wurde nach Angaben der Inspektion Sulzbach auch die ein oder andere Person in der Nacht hilflos aufgefunden. Man brachte sie nach Hause oder übergab sie den ihnen bekannten Menschen, die sich bis zur "Ernüchterung" um sie kümmerten. Weniger dramatisch, so die Polizei, waren diesmal die Ruhestörungen unter freiem Himmel. Sie stellten sich in vielen Fällen als eher moderat heraus. Weniger harmlos aber ist, dass einige Leute auch dieses Jahr wieder auf die Idee kamen, Gegenstände auf Fahrbahnen zu bugsieren. Die Polizei nennt so etwas einen "gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr". mh