Hexen, Sultane und kleine Drachen

Hexen, Sultane und kleine Drachen

Alsweiler. Orientalisch und bunt ging es am vergangenen Samstag im Pfarrheim Alsweiler zu. Exotische Bauchtänzerinnen und prachtvolle Sultane feierten und lachten gemeinsam mit Clowns, Hexen und sogar kleine Drachen

Alsweiler. Orientalisch und bunt ging es am vergangenen Samstag im Pfarrheim Alsweiler zu. Exotische Bauchtänzerinnen und prachtvolle Sultane feierten und lachten gemeinsam mit Clowns, Hexen und sogar kleine Drachen. Grund für dieses ungewöhnliche Zusammentreffen war der Theater- und Karnevalsverein Alsweiler, der alle Närrinnen und Narren zur ersten von insgesamt zwei Kappensitzungen geladen hatten. Und da das Ganze unter dem Motto "Wenn Jeannie singt und Aladin lacht, dann feiert Alswella Fasenacht" ablief, hatten sich auch einige dazu berufen gefühlt, in passender orientalischer Verkleidung aufzutauchen, um einen lustigen Abend zu verbringen. Andere wiederum hatten das Ganze nicht so ernst genommen und waren als Katze, Alien oder gar gänzlich unkostümiert gekommen. Sie alle aber durften sich über ein buntes Programm freuen, das der Theater- und Karnevalsverein sich für seine Kappensitzungen hatte einfallen lassen.Politisch und kritisch ging es traditionsgemäß bei den Büttenreden zu. Spitzfindig widmeten sich die Redner nicht nur dem Ortsgeschehen, sondern auch der Bundes-, Landes- und Gemeindepolitik. Man lästerte über Wulff und Kramp- Karrenbauer, zog die Jamaika-Koalition genauso durch den Kakao wie den Bau des vierten Pavillons und widmete sich sogar dem angeblich bevorstehenden Untergang der Erde. "Die Welt spielt verrückt in diesen Tagen", fasste Sitzungspräsident Florian Gasse die Ereignisse kurz und knapp zusammen.

Wesentlich unbelasteter von Politik und Weltgeschehen ging es in den Sketchen der närrischen Veranstalter zu. So zum Beispiel bei den "Putzfrauen" des TuKV Mira Trapp und Lena Schreiner. Sie tratschten über die Mitglieder des Elferrates und förderten dabei einige delikate Geheimnisse zutage - sehr zum Vergnügen des Publikums.

Und das alles natürlich immer unter dem Motto "Ich wollt das jo gar net heere, awa der hat jo nommo so laut geschwäzt." Oder auch in der Hommage an Loriot, die von Sarah Gasse und Ingo Laub auf die Bühne gebracht wurde. "Ich will nur hier sitzen" hieß der ausgewählte Sketch, in dem die Ehefrau mit ihren Wünschen nicht so recht bei ihrem Mann durchkommen kann, der doch "einfach nur hier sitzen" will.

Und natürlich dürfen bei einer echten Kappensitzung auch Musik und Tanz nicht fehlen. So gab es im Pfarrheim Alsweiler neben den typischen Gardetänzen auch zwei Schautänze, das Männerballett sowie einen Hexentanz der Minigarde und einen Drachentanz zur Musik aus "Tabaluga", der von der Kindergarde aufgeführt wurde.

Gesanglich unterhielten sowohl das Kappes Colonia Trio, als auch "Die Alsbachlerchen", die sich musikalisch mit dem Orts- und Landesgeschehen auseinandersetzten. Sie sorgten ebenso für Lacher wie auch der Barde des TuKV Thomas Bauerfeld, der mit seinem witzig hintergründigen Gesang begeisterte.

Auf einen Blick

Die Akteure: Tanz: Minigarde (Trainerin: Barbara Fuss), Kindergarde (Trainer: Patricia Müller, Johanna Hoffmann), Juniorengarde (Trainer: Melanine Melcher, Lisa Schmidt), Garde (Trainer: Maritta Schreiner, Nicole Glaab), Schautänzer (Trainer: Nicole Schu-Maurer, Kathrin Kronz, Nicole Glaab-Kühn), Männerballett (Trainer: Carina&Anja). Büttenreden: Florian Gasse, Sarah Gasse, Moritz Neis, Frank Staub, Michael Rauber, Achim Lauer. Sketche: Mira Trapp, Lena Schreiner, Sarah Gasse, Ingo Laub. Musik: Franz Rauber, Thomas Bauerfeld, Bruno Rauber, Die Alsbachlerchen. Herold: Caroline Laub. Elferrat: Frank Staub, Christoph Brill, Sebastian Bitz, Bruno Rauber, Thomas Bauerfeld, Torsten Brill, Michael Rauber, Ingo Laub, Egbert Schneider, Moritz Neis, Bernd Schmidt, Florian Gasse. Technik: Patrick König, Kai Weber, Mirko Bettinger. OA: Torsten Brill und Team. sick