1. Saarland

Herzschlag-Finale zum Abschluss

Herzschlag-Finale zum Abschluss

Losheim. Aufs Treppchen beim Heimspiel - bei der Rallye Losheimer Land zeigten die Lokalmatadoren Dieter und Claudia Reiland vom MSC Losheim eine angriffslustige Vorstellung: Zweimal fuhr das Ehepaar mit seinem Mitsubishi Lancer Evo IV die Bestzeit (auf Wertungsprüfung 1 und auf WP 3) und raste somit auf den dritten Platz

Losheim. Aufs Treppchen beim Heimspiel - bei der Rallye Losheimer Land zeigten die Lokalmatadoren Dieter und Claudia Reiland vom MSC Losheim eine angriffslustige Vorstellung: Zweimal fuhr das Ehepaar mit seinem Mitsubishi Lancer Evo IV die Bestzeit (auf Wertungsprüfung 1 und auf WP 3) und raste somit auf den dritten Platz. "Das ist ein Ergebnis, das ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe", sagt Dieter Reiland, der vor zwei Jahren die Losheimer Land gewann, im vorigen Jahr aber seinen Start am Vorabend der Rallye absagen musste. "Auf der letzten Testfahrt war mir der Motor kaputt gegangen. Dass ich dieses Jahr wieder auf dem Treppchen stehen kann, das ist das lachende Auge." Das weinende rührte aus zwei Missgeschicken: "Auf WP 1 fiel der Innenspiegel ab. Beim Versuch, den aufzufangen, habe ich das Seil vom Notaus-Schalter gezogen, so dass der Motor zwischenzeitlich abstarb. Das kostete locker fünf Sekunden." Das zweite Pech war Nässe auf der vierten WP. "Der erste Starter ist noch im Trockenen durch, wir mussten bei Regen ran und hatten Semi-Slicks drauf", erklärt Reiland, der am Ende mit anderthalb Sekunden Rückstand Dritter wurde.Nach der fünften und letzten Wertungsprüfung ganz oben stand ein Duo vom RT Mögglingen (Baden-Württemberg): Harald Wahl und sein Beifahrer Hans Joachim Grimberg waren auf den sechs Kilometern der WP 4 von Losheim nach Waldhölzbach Bestzeit gefahren (3:26,30 Minuten) und zeigten ansonsten die konstanteste Leistung. Mit einem Vorsprung von gerade einmal fünf Zehntel-Sekunden gewannen sie auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX vor dem Luxemburger Steve Zimmer. Bis zur vierten WP führte Zimmer das Feld an, leistete sich dann aber mit seinem BMW M3 bei einsetzendem Regen einen Verbremser, der ihn 20 Sekunden kostete.Als der Schauer einsetzte, hatte Stefan Malter seinen Peugeot 306 bereits auf den mitgebrachten Autoanhänger verfrachtet. Die erste Wertungsprüfung war der Zweitplatzierte der Saarländischen Rallye-Meisterschaft noch mitgefahren, dann hatte der Dillinger sein Fahrzeug aus dem Rennen genommen. "Wir hatten Probleme mit dem Motor. Es lief Benzin ins Öl, dadurch wurde der Schmierfilm an den Kolben zu dünn", erklärt Malter, für den bereits vor dem Start klar war, dass er dem neuen Saarlandmeister Sven Langenfeld den Titel nicht mehr würde streitig machen können.Langenfeld und Beifahrerin Kerstin Pohl fuhren daher nicht voll auf Angriff und wurden am Ende Vierte. "Damit bin ich sehr zufrieden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass alle Autos vor mir rund 50 bis 60 PS mehr unter der Haube haben", sagte Langenfeld, der abends in der Losheimer Eisenbahnhalle zum zweiten Mal nach 2007 den Pokal des Rallye-Meisters in den Händen halten konnte. "Der Gewinn des ersten Titels war aber fast noch schöner. Als ich das geschafft hatte, war ein Traum erfüllt." tog

Auf einen BlickErgebnis: 1. Harald Wahl/Hans Joachim Grimberg, Mögglingen, Mitsubishi Lancer Evo IX (22:37,30 Minuten); 2. Steve Zimmer/Kai Stumpf, BMW M 3 (0,5 Sekunden zurück); 3. Dieter Reiland/Claudia Reiland, Losheim, Mitsubishi Lancer Evo IV (1,5 Sek. zurück); 4. Sven Langenfeld/Kerstin Pohl, Niedtal, Honda Civic(12,4 Sek. zurück); 5. Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher, Citroen C2R2 Max (43,1 Sek. zurück). tog