Helfer in Uniform sollen Stürze verhindern

St. Wendel. "Es ist kalt, der Boden ist gefroren, das macht die Strecke schnell", freut sich Bürgermeister Klaus Bouillon auf optimale Bedingungen für die Rad-Querfeldein-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende in St. Wendel. Seit Monaten sind seine Mitarbeiter mit den Vorbereitungen beschäftigt, aber diese Woche ist natürlich die "heiße Phase"

 Teilweise schwindelerregende Abfahrten haben die Fahrer zu bewältigen. Foto: VA

Teilweise schwindelerregende Abfahrten haben die Fahrer zu bewältigen. Foto: VA

St. Wendel. "Es ist kalt, der Boden ist gefroren, das macht die Strecke schnell", freut sich Bürgermeister Klaus Bouillon auf optimale Bedingungen für die Rad-Querfeldein-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende in St. Wendel. Seit Monaten sind seine Mitarbeiter mit den Vorbereitungen beschäftigt, aber diese Woche ist natürlich die "heiße Phase". Dabei stellt Bouillon fest, dass nicht nur der sportliche Aspekt zu berücksichtigen ist: "Die Weltmeisterschaft, das sind, vier, fünf Veranstaltungen in einer." Denn die rund 200 Mitarbeiter, die seitens der Verwaltung mit der WM betraut sind, wurden in Teams aufgeteilt. So sind beispielsweise allein für die Zugangskontrollen 25 Leute abgestellt, 16 sind es für die Fahrbereitschaft. Auch einen technischen Bereitschaftsdienst stellt die Stadt. Zehn Mitarbeiter stehen am kommenden Wochenende parat, "falls etwas passieren sollte", sagt Bouillon. Weitere sechs Männer und Frauen kümmern sich allein um die Siegerehrung. Um die EDV kümmern sich vier Leute, sechs sind es, die sich um Presse und Teams im UTZ kümmern, etwa 30 sind für die Straßensperrungen verantwortlich.Eine der wichtigsten Aufgaben übernehmen THW und Feuerwehr: das Bewachen der Überquerungsstellen für die Zuschauer. Zwölf solcher Cross-Over gibt es. "Das sind Menschen mit Uniform, und sie können sich durchsetzen", sagt Bouillon. Außerdem seien sie erfahren. Sie wurden geschult; und die meisten von ihnen haben auch schon bei der WM 2005 diesen Job gemacht. Ihnen misst Bouillon besondere Verantwortung zu. "Die Fahrer kommen teilweise mit 30 Stundenkilometern an; wenn dann Zuschauer auf der Strecke wären, käme es leicht zu Stürzen; das wäre fatal. "

Ebenfalls Erfahrung haben die acht Mitarbeiter, die für Doping-Kontrollen abgestellt sind. Auch sie wurden geschult. Sie begleiten die ausgewählten Fahrer zur Toilette.

Auf einen Blick

Für alle, die nicht zur Weltmeisterschaft Rad-Querfeldein nach St. Wendel kommen können, gibt es Möglichkeiten, die Rennen zu verfolgen. In Kooperation mit anderen ARD-Sendern wird der Saarländische Rundfunk mit großem Aufwand Live-Bilder von den den WM-Rennen produzieren, die bereits fest von europäischen Fernsehanstalten gebucht sind. So werden die ausländischen TV-Anstalten VRT (Belgien) NOS (Niederlande), Omproep Brabant (Niederlande), Czech TV (Tchechische Republik), RAI (Italien), Canal plus (Frankreich), Teledeporte (Spanien), Universal Sports (USA), Eurosport Asia Pacific (Asien), ProactiveTV (weltweit) von den Titelkämpfen aus St. Wendel live berichten. Im deutschen Fernsehen wird am Sonntag, 30. Januar, die ARD Sportschau und die ZDF Sportreportage zur besten Sendezeit Berichte senden. Live kann man die Sonntagsrennen auf der Südwestschiene der ARD sehen, die bundesweit empfangen werden kann. Im Internet werden die Rennen vom Saarländischen Rundfunk auf www.sr-online.de live gestreamt und sind damit weltweit zu verfolgen. Zusätzlich wird der japanische Sender NHK Liveberichte über das Internet in Japan platzieren. red