1. Saarland

Helfende Hände für Indien

Helfende Hände für Indien

In Lebach hat sich der Verein Indienhilfe Karam gegründet. Er unterstützt die Arbeit von Pastor Jey in dessen Heimatort. 36 Kinder und Jugendliche leben und lernen dort. Karam heißt auf tamilisch helfende Hand.

50 Euro pro Kind und Monat bräuchte die Indienhilfe Karam, um den jungen Menschen ein Zuhause und eine Ausbildung zu geben. Doch von diesem Ziel ist der Verein noch weit entfernt. Aber wie heißt es so schön "wir arbeiten daran". Das meint auch Vorsitzende Monika Margheritis. Die Küsterin der Pfarrei St. Maternus Aschbach hat zusammen mit acht weiteren den Verein vor Kurzem ins Leben gerufen. Sie wollen mit dieser Initiative die Arbeit von Pastor Jey in seiner Heimat unterstützen.

Menschen in Not helfen

Seit fast zwei Jahren arbeitet Pastor Jey als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Lebach. Der (noch) 49-Jährige stammt aus dem Süden Indiens, einem kleinen Dorf in Tamil Nadu, 15 Kilometer von der Stadt Madurai entfernt. Noch bevor Pastor Jey nach Deutschland kam - er war vor Lebach einige Jahre in Köln tätig - hat er sich zu Hause stark für benachteiligte Menschen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, eingesetzt. Er hat dort ein Gebäude angemietet. Derzeit leben und lernen dort 36 junge Menschen, vor allem Mädchen, die in Indien besonders benachteiligt werden, merkt Jey an. Sie sind zwischen acht und 19 Jahre alt, meist Waisenkinder.

Es gibt in der Unterkunft weder Tische noch Bänke. Lediglich ein Bett, das im Notfall als Krankenbett genutzt wird. Alle Kinder kommen aus ärmlichen Verhältnissen, aus weit entlegenen Ortschaften. Ihnen ist daher meist der Zugang zu öffentlichen Schulen gar nicht möglich. Meist sind es Mädchen, die in der Schule aufgenommen werden, weil in Indien die armen Familien nur ihre Söhne zur Schule schicken. Bis Klasse 12 bleiben die Jugendlichen dort. Doch Pastor Jey versucht auch, ihnen eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen.

Der Verein will auch weiterhin bei Bedarf die Familienangehörigen unterstützen, in Form von Hilfe zur Selbsthilfe. Da wird zum Beispiel ein Huhn gekauft. Die Eier oder später die Küken können verkauft werden.

Tatkräftige Unterstützung

Um das Wohl und die Ausbildung der Kinder sorgen sich ein ausgebildetes Ehepaar sowie eine Schwester von Pastor Jey und deren Mann. Bisher war Jey der Hauptsponsor. Der Verein will ihm nun finanziell tatkräftig unter die Arme greifen und die Werbetrommel rühren, zumal der Geistliche fast die Hälfte seines Priestergehaltes an sein ehemaliges Priesterseminar abgeben muss, damit dort - so wie er vor vielen Jahren - junge Männer studieren und Priester werden können.

 Vorstandsmitglieder: Vordere Reihe (von links): Heide Meyer und Jennifer Schorr. Hintere Reihe: Monika Margheritis, Hildegard Groß und Leo Groß.
Vorstandsmitglieder: Vordere Reihe (von links): Heide Meyer und Jennifer Schorr. Hintere Reihe: Monika Margheritis, Hildegard Groß und Leo Groß.

Zum Thema:

Auf einen Blick Das Motto der Indienhilfe Karam Lebach ist: Eine Hand, die hilft, segnet. Eine Hand, die hilft, wird auch gesegnet sein. Zum Vorstand gehören: Vorsitzende Monika Margheritis, Schriftführer Leo Groß, Schatzmeisterin Hildegard Groß und die Beisitzerinnen Heide Meyer und Jennifer Schorr. Spendenquittungen können erstellt werden. küindienhilfe-karam.de