Heinz Limburg geht in den Ruhestand

Heinz Limburg geht in den Ruhestand

Homburg. Ohne Zweifel: Pater Heinz Limburg MSC hat in über zwei Jahrzehnten seelsorgerischer Tätigkeit in Homburg sichtbare Spuren hinterlassen. Am 1. September werden es 22 Jahre sein, die er als Pfarrer für die Pfarreiengemeinschaft St. Michael Homburg/Maria-Hilf Bruchhof für seine Gemeinde da war. Nun aber heißt es Abschied nehmen für Limburg, der mit dem 70

Homburg. Ohne Zweifel: Pater Heinz Limburg MSC hat in über zwei Jahrzehnten seelsorgerischer Tätigkeit in Homburg sichtbare Spuren hinterlassen. Am 1. September werden es 22 Jahre sein, die er als Pfarrer für die Pfarreiengemeinschaft St. Michael Homburg/Maria-Hilf Bruchhof für seine Gemeinde da war. Nun aber heißt es Abschied nehmen für Limburg, der mit dem 70. Lebensjahr in den Ruhestand gehen wird. Am Sonntag, 7. August, wird er mit einem Festgottesdienst in St. Michael und einen Festakt im Pfarrhaus in der Schwesternhausstraße feierlich verabschiedet.Im Gespräch mit unserer Zeitung blickte Limburg noch einmal zurück in sein Leben und sein Wirken. Geboren wurde Limburg 1941 in Heinsberg-Kempen. 1961 trat er ins Noviziat der Hiltruper Missionare in Vussem in der Eifel ein. Es folgte ein Studium der Philosophie und der Theologie an der privaten theologischen Hochschule der Herz-Jesu-Missionare.

1968 wurde Limburg zum Priester geweiht, bis 1970 war er Kaplan in Belecke. Es folgte 1971 ein weiteres Studium in Trier, zeitgleich "war ich von Mai 1971 bis Januar 1976 seelsorgerisch tätig als Kaplan in St. Ambrosius in Trier-Nord, einem sozialen Brennpunkt."

Nach zwei Staatsexamen wurde Limburg Lehrer für Deutsch, Geschichte, Religion und Sozialkunde am Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Münster Hiltrup. 1981 vom Konvent der Hiltruper Kommunität zum Leiter des Missionshauses gewählt, ernannte Bischof Anton Schlembach Limburg 1989 zum Pfarrer der Pfarrei St. Michael.

Gefragt, wie sich Seelsorge in den Jahren verändert hätte und wie hoch der Bedarf an ihr heute sei, sagte Limburg: "Es wird immer schwerer, die unmittelbare Nähe zu den Menschen zu haben. Als Kaplan in Belecke im Sauerland war es gang und gäbe, im Laufe eines Jahres alle Mitglieder einer Pfarrei zu besuchen. Das ist heute nicht mehr möglich. Darunter, das muss ich sagen, habe ich auch ein Stück weit gelitten."

Das Arbeitsumfeld für Pfarrer in der Seelsorge habe sich verändert. Limburg: "Wenn man heute keine guten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ehrenamt hat, dann ist man ganz böse aufgeschmissen. Dann geht Seelsorge heutzutage überhaupt nicht mehr." So sei ein Pfarrer inzwischen Teil eines Netzwerkes in der Arbeit für und an den Menschen. "Das ist das Entscheidende. Und in diesem Netzwerk sollen die einzelnen Aktiven auch in ihrem Bereich relativ selbstständig arbeiten. Die Informationsflüsse aber müssen zum Pfarrer zurückfließen", so Pater Heinz Limburg. Und Pastoralreferent Norbert Geis ergänzte: "Das ist ein Stück Professionalisierung, die in die Kirche eingezogen ist."

Der Festgottesdienst für Pater Limburg findet am 7. August in St. Michael statt. Foto: sm.

Mit dem Ruhestand endet für Limburg im August eine lebensbestimmende Phase. Die Zeit danach wird geprägt sein von einem neuen Leben in der Kommunität seiner Mitbrüder am Homburger Johanneum. Den Blick nach vorne richte er dann, so Limburg, auf die Dinge, für die ihm die Arbeit als Pfarrer in den vergangenen Jahren wenig Zeit gelassen hätte: Die Teilnahme am kulturellen Leben, Vortragstätigkeiten, Exerzitien, das Lesen oder auch das Wandern. thw

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