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Evangelische Synode will neue Form von Kirchengemeinden

Bad Neuenahr/Saarbrücken. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat im Jahr des 500. Reformationsjubiläums Reformen bei Kirchengemeinden und Pfarrdienst auf den Weg gebracht. Neben der klassischen Ortsgemeinde soll es künftig auch andere Modelle von Kirchengemeinde geben, wie die Landessynode gestern in Bad Neuenahr beschloss. Pfarrer sollen von bestimmten Aufgaben entlastet werden, um sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren zu können. In politischen Beschlüssen forderte das Parlament der zweitgrößten deutschen Landeskirche eine humane Flüchtlingspolitik und die sofortige Abschaltung der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel. epd

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat im Jahr des 500. Reformationsjubiläums Reformen bei Kirchengemeinden und Pfarrdienst auf den Weg gebracht. Neben der klassischen Ortsgemeinde soll es künftig auch andere Modelle von Kirchengemeinde geben, wie die Landessynode gestern in Bad Neuenahr beschloss. Pfarrer sollen von bestimmten Aufgaben entlastet werden, um sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren zu können. In politischen Beschlüssen forderte das Parlament der zweitgrößten deutschen Landeskirche eine humane Flüchtlingspolitik und die sofortige Abschaltung der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel.



Was für Martin Luther und die anderen Reformatoren wichtig gewesen sei, "bewegt uns heute auch", bilanzierte der rheinische Präses Manfred Rekowski die einwöchige Jahrestagung des Kirchenparlaments, das 2,6 Millionen Protestanten zwischen Niederrhein und Saar repräsentiert: "Wir wollen ökumenisch und reformatorisch Kirche sein." Dazu gehöre auch Mut zu Veränderungen.