Ladenöffnungszeiten: Heiligabend bleiben die Läden zu

Ladenöffnungszeiten : Heiligabend bleiben die Läden zu

Die saarländischen Supermärkte werden an Heiligabend voraussichtlich geschlossen bleiben. Der Landtag hat am Mittwoch ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass die Sonderregelung abschafft, wonach Lebensmittelgeschäfte entscheiden können, ob sie an Heiligabend, wenn dieser auf einen Sonntag fällt, zwischen neun und 14 Uhr öffnen. Die Regelung stammt noch aus dem Jahr 1956, als nicht in allen Haushalten ein Kühlschrank stand und es schwierig war, verderbliche Lebensmittel länger zu lagern. „Dieses Argument zieht schon lange nicht mehr“, sagte die SPD-Abgeordnete Isolde Ries. „Ich bin sicher, dass kein Backofen und kein Kochtopf an Heiligabend leer bleiben werden, nur weil die Geschäfte geschlossen sind.“ Heute argumentiere der Einzelhandel aus rein wirtschaftlichem Interesse für eine Öffnung.

Die saarländischen Supermärkte werden an Heiligabend voraussichtlich geschlossen bleiben. Der Landtag hat am Mittwoch ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass die Sonderregelung abschafft, wonach Lebensmittelgeschäfte entscheiden können, ob sie an Heiligabend, wenn dieser auf einen Sonntag fällt, zwischen neun und 14 Uhr öffnen. Die Regelung stammt noch aus dem Jahr 1956, als nicht in allen Haushalten ein Kühlschrank stand und es schwierig war, verderbliche Lebensmittel länger zu lagern. „Dieses Argument zieht schon lange nicht mehr“, sagte die SPD-Abgeordnete Isolde Ries. „Ich bin sicher, dass kein Backofen und kein Kochtopf an Heiligabend leer bleiben werden, nur weil die Geschäfte geschlossen sind.“ Heute argumentiere der Einzelhandel aus rein wirtschaftlichem Interesse für eine Öffnung.

Hermann Scharf (CDU) sah in dem Entwurf gar ein Zeichen, das der Landtag für die Christen im Saarland setze: „Wir müssen Weihnachten als Fest der Familie und der Geburt Jesu schützen und dürfen es nicht den wirtschaftlichen Interessen opfern.“ So werde den Menschen die Möglichkeit zur inneren Einkehr und Ruhe gegeben.

Ralf Georgi (Linke) war da deutlich pragmatischer. Er sieht in dem Vorhaben vor allem eine Stärkung der Arbeitnehmerrechte: „Selbstverständlich haben die Beschäftigten ein Recht auf freie und ruhige Weihnachtstage.“ Auch die AfD begrüßte den Entwurf. Einstimmig wurde er von allen Fraktionen angenommen. Noch vor Weihnachten könnte er endgültig verabschiedet werden.

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