1. Saarland

Hausputz oder Sauna statt „deutschem Finale“

Hausputz oder Sauna statt „deutschem Finale“

Das Finale der Champions League wird morgen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München in London ausgetragen. Ein Anlass, der viele Fußballfans vor ihren Fernseher oder in Kneipen mitfiebern lässt beim „deutschen Finale“. Unter den Fußballinteressierten befinden sich eher weniger Frauen als Männer. Bei einer Umfrage (Fotos: Becker&Bredel) in Quierschied und Dudweiler wollte die SZ wissen, welches Alternativprogramm die Frauen für den Samstagabend geplant haben.

"Zum Glück ist mein Mann kein großer Fußballfan", erzählt uns Hausfrau Hildegard Keller lachend. Ihre Alternative für das Endspiel am Samstag stehe schon fest: "Wir wollen uns eine Band in der Scheune Neuhaus ansehen", so die 57-Jährige, die gerade in Dudweiler unterwegs ist. "Dort spielen die Firebirds, und vorher gehe ich gemeinsam mit meinem Mann essen." Auch Margit Hansen kann sich freuen, dass ihr Mann nur wenig fußballbegeistert ist. "Wir bekommen am Samstag eine neue Küche, da haben wir volles Programm und haben viel zu tun", erzählt uns die Inhaberin der Schülerhilfe in Dudweiler. An Fußball sei die 50-Jährige weniger interessiert und schaue nur dann, wenn es um die Europa- oder Weltmeisterschaft geht. Akyol Kudret aus Dudweiler trifft sich bei schönem Wetter lieber mit Freunden, als das Finalspiel der Champions League zu schauen. "Bei schlechtem Wetter wäre ein Hausputz auch sinnvoll", verrät uns die 36-jährige Arzthelferin und lacht. Ihr neun Jahre alter Neffe Mikail will bei schönem Wetter am liebsten in den Garten. "Fußball im Fernsehen schaue ich mir nicht so gerne an, dann geh ich lieber raus und spiele selbst." Anna Müller aus Quierschied hätte sich das Spiel eventuell angeschaut, wäre sie nicht auf einer Hochzeit von Freunden eingeladen. "Durch meinen Freund erfahre ich aber auf jeden Fall das Ergebnis des Spiels, er ist nämlich ein großer Fußballfan", so die 24-jährige Physiotherapeutin.

Arzthelferin Martina Koehl lässt morgen Fußball Fußball sein und macht sich einen ganz entspannten Abend. "Das Spiel muss ich nicht unbedingt sehen, da gehe ich lieber in die Sauna und lasse den Tag gemütlich ausklingen", berichtet die 47-Jährige aus Quierschied und freut sich schon aufs Wochenende.

Auch Heike Brill interessiert sich nur wenig für das Spiel. "Ich arbeite auf einer Sozialstation und muss an diesem Tag sowieso arbeiten, für den Rest des Tages habe ich noch nichts Besonderes geplant", erzählt uns die 48-jährige Pflegerin, die wir beim Einkaufen in Quierschied treffen.