Hausfrau aus Dorf im Warndt bekam Post mit Gewinnversprechen

Hausfrau aus Dorf im Warndt bekam Post mit Gewinnversprechen

Dorf im Warndt. "Ich habe genau den gleichen Brief bekommen", berichtet Freitgamittag Ruth Trenz, als sie in der Redaktion anruft. Die Rede ist von dem vermeintlichen Finanzdienstleister Dr. Paul Jensen, der bereits Rentnerin Ilse Willemse aus Ludweiler in einem Brief exakt 1105,02 Euro verspricht, die sie sich jedoch persönlich abholen müsse (wir berichteten)

Dorf im Warndt. "Ich habe genau den gleichen Brief bekommen", berichtet Freitgamittag Ruth Trenz, als sie in der Redaktion anruft. Die Rede ist von dem vermeintlichen Finanzdienstleister Dr. Paul Jensen, der bereits Rentnerin Ilse Willemse aus Ludweiler in einem Brief exakt 1105,02 Euro verspricht, die sie sich jedoch persönlich abholen müsse (wir berichteten). Genau diese Summe habe sie auch gewonnen, sagt Ruth Trenz, das habe in dem Brief gestanden den sie, genauer ihr Mann Reiner, erhalten hatte. Die 56-jährige Hausfrau registriert, dass das Ehepaar immer häufiger von derartigen Briefen belästigt wird. Von Dr. Paul Jensen sei das jetzt bereits der zweite. Etwa einen Werbebrief dieser Art pro Monat fände sie im Briefkasten. "Das nervt." Adressat sei immer ein Finanzdienstleister, der einen Gewinn verspricht. Auch das letzte Mal. Da sollte das Ehepaar Trenz 900 Euro bekommen. "Vor etwa einem halben Jahr bin ich mit so einem Brief zur Polizeistation in Großrosseln gegangen", sagt Ruth Trenz. Der Beamte habe ihr geraten, diese Post einfach fort zu werfen. Nun wird sie einen anderen Weg gehen und sich von Hans-Hermann Flesch, Leiter des Kriminaldienstes der Völklinger Polizei, beraten lassen. Flesch hat alleine vier Beamte zur Bearbeitung von Betrugsfällen abgestellt. "Am liebsten würde ich mal so eine Gewinnfahrt mitmachen", sagt Ruth Trenz. "Aber weil ich meinen Mund aufmache, gibt es wohl Ärger". Sie habe Angst, sagt sie, weil sie nichts kaufen wolle, einfach am Straßenrand abgesetzt zu werden - wie es einem Mann passiert sei.af

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