1. Saarland

Hasborn überrascht den FCK

Hasborn überrascht den FCK

Hasborn. Mittwochabend um 20.16 Uhr im Hasborner Waldstadion: Als Schiedsrichter Raphael Seiwert das Jubiläumsspiel zwischen dem Fußball-Oberligisten SV Rot-Weiß Hasborn und Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern abpfeift, steht das Hasborner Waldstadion Kopf

Hasborn. Mittwochabend um 20.16 Uhr im Hasborner Waldstadion: Als Schiedsrichter Raphael Seiwert das Jubiläumsspiel zwischen dem Fußball-Oberligisten SV Rot-Weiß Hasborn und Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern abpfeift, steht das Hasborner Waldstadion Kopf. Die Hasborner Anhänger unter den 1250 Zuschauern freuen sich über den sensationellen 1:0-Erfolg ihrer Mannschaft gegen den Zweitliga-Meister. Und viele FCK-Fans stürmen den Platz, um Autogramme zu ergattern. Ein kleines Mädchen kam dabei auch bei Hasborns Innenverteidiger Pascal Petry und bat ihn um ein Autogramm. "Ich kann Dir gerne eins geben. Ich spiele aber bei Hasborn und nicht bei Kaiserslautern", erklärte Petry. Daraufhin machte die kleine Autogrammjägerin prompt kehrt und wendete sich den FCK-Spielern zu. Die schrieben geduldig noch lange nach Schlusspfiff ihren Namen auf Trikots, Schals und T-Shirts. Auch Bilderwünsche wurden erfüllt. "Das machen wir gerne. Wir sind schon immer ein Verein gewesen, der nahe an den Fans ist. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit", erklärte FCK-Trainer Marco Kurz. Und was sagte der FCK-Trainer zum Ausgang der Partie? Ärgert einen Profi-Trainer, der gerade in die Bundesliga aufgestiegen ist, eine Niederlage in einem Freundschaftsspiel? Kurz: "Klar wurmt diese Niederlage. Man verliert nie gerne. Und das war einfach zu wenig von uns." Aber woran hat es gelegen? Wurde vielleicht ein wenig zu viel gefeiert beim FCK? "An den Feiern hat es sicher nicht gelegen. Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht, die Einstellung hat irgendwie nicht gestimmt", erklärte der Ex-Saarbrücker im FCK-Dress, Manuel Hornig. Während die Lauterer enttäuscht über die Niederlage waren, war bei den RWH-Akteuren nach der Sensation die Stimmung natürlich prächtig. "Vor so einer Kulisse gegen den FCK zu spielen, hat richtig Spaß gemacht. Zumal ich ein Fan von Kaiserslautern bin und früher immer im Stadion war", erklärte Pascal Petry. "Dass es zu einem Sieg für uns reichen könnte, hätte ich aber nie gedacht", erklärte der Innenverteidiger weiter. Für das Hasborner Siegtor sorgte der erst am vergangenen Donnerstag von seinem Studienaufenthalt in den USA zurückgekehrte Stürmer Peter Lauer. Er tauchte nach einem ganz langen Abschlag von RWH-Torwart Frank Distler frei vor FCK-Schlussmann Kevin Trapp auf und überlupfte diesen zum 1:0 (67. Minute). "Beide Innenverteidiger waren sich nicht einig. Da bin ich dazwischen gegangen, und dann war es eigentlich ganz einfach", berichtete Lauer. Natürlich war der Hasborner Sieg gegen den FCK glücklich. Denn Kaiserslautern war feldüberlegen und hatte ein klares Chancenplus. So scheiterten die Gäste gleich drei Mal am Aluminium. Gleich nach dem Schlusspfiff waren die Hasborner Gedanken aber auch schon wieder beim Liga-Alltag. "Leider bekommen wir für diesen Sieg keine Punkte in der Oberliga", sagte Peter Lauer. Zähler in der Oberliga braucht seine Elf nämlich in den letzten beiden Spielen noch dringend, um den Ligaverbleib zu sichern. Derzeit steht Hasborn auf Rang 15 - und damit auf dem ersten Abstiegsplatz. Am morgigen Samstag um 15.30 Uhr treten die Rot-Weißen beim Schlusslicht TuS Mayen an. "Klar wurmt diese Niederlage. Man verliert nie gerne." Marco Kurz, FCK-Trainer