1. Saarland

Hasborn im Wechselbad der Gefühle

Hasborn im Wechselbad der Gefühle

Homburg-Erbach. Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt lagen bei Fußball-Saarlandligist SV Rot-Weiß Hasborn am Sonntag ganze 19 Sekunden. Hasborn benötigte im letzten Gruppenspiel des Volksbanken-Hallenmasters gegen Masters-Titelverteidiger SV Auersmacher ein Unentschieden zum Weiterkommen

Homburg-Erbach. Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt lagen bei Fußball-Saarlandligist SV Rot-Weiß Hasborn am Sonntag ganze 19 Sekunden. Hasborn benötigte im letzten Gruppenspiel des Volksbanken-Hallenmasters gegen Masters-Titelverteidiger SV Auersmacher ein Unentschieden zum Weiterkommen. Aber Auersmacher führte nach Toren von Jörg Rau und Patrick Jantzen bei einem Gegentreffer von Matthias Krauß in der letzten Minute mit 2:1.

"Haben uns saublöd angestellt"

Dann fasste sich Hasborns Defensivspieler Daniel Dworowy ein Herz. Er setzte zu einem Solo an, holte aus und wuchtete die Kugel mit einem satten Schuss zum 2:2 ins linke Eck. Grenzenloser Jubel bei Hasborns Fans. Der schlug aber nur 19 Sekunden später in blankes Entsetzen um. Auersmacher spielte einen Pass in die Spitze zu Torjäger Rau. Der drehte sich und donnerte die Kugel zum 3:2 für die Grün-Weißen ins Netz. Damit war Hasborn draußen. Die schlechtere Tordifferenz (5:5 bei vier Punkten) gab den Ausschlag gegenüber dem SV Mettlach (ebenfalls vier Zähler, 5:4 Tore). "Wir haben uns saublöd angestellt. So kurz vor Schluss muss man die Passwege einfach zustellen", ärgerte sich Hasborns Trainer Heiko Wilhelm. Auch Torwart Christian Reiter war fassungslos: "Das ist echt ärgerlich. Ich bin richtig sauer."

Dabei hatte das Masters für Hasborn gut begonnen. Gegen den FV Lebach setzten sich die Rot-Weißen in ihrer Auftaktbegegnung mit 2:1 durch. Karsten Rauber brachte die Kicker vom Schaumberg früh in Führung. Jan Morsch baute diese auf 2:0 aus. Auch Lebachs Anschlusstreffer durch Tobias Trautzburg etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss konnte Hasborns Sieg nicht mehr gefährden. "Nach diesem Sieg hatten wir gleich zwei Möglichkeiten, aus eigener Kraft ins Halbfinale einzuziehen. Das konnten wir leider nicht nutzen", sagte Reiter. Bei einem Erfolg im zweiten Spiel gegen Mettlach wäre Hasborn vorzeitig weiter gewesen. Doch nach dem frühen Mettlacher Führungstreffer durch Patrick Heinz reichte es für die von 150 Zuschauern angefeuerten Hasborner nur noch zum 1:1-Ausgleich durch Rauber. Auch die Chance, mit einem Punkt gegen Auersmacher weiter zu kommen, wurde danach vertan.

Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hatte, zogen die Hasborner dann aber doch ein positives Fazit der Masters-Teilnahme. "Die Atmosphäre dort ist auf jeden Fall top. Es hat Spaß gemacht", sagte Reiter, der zum ersten Mal beim Masters dabei war. "Auch mir hat es gefallen. Ich fahre immer wieder gerne hin", ergänzte Trainer Wilhelm, der als Trainer bereits 2010 mit dem VfB Theley mit dabei war.

 Hasborns Mathias Krauß (r.) traf gegen Auersmacher einmal, doch das reichte nicht.
Hasborns Mathias Krauß (r.) traf gegen Auersmacher einmal, doch das reichte nicht.
 Nicht zu fassen: Gerade noch hatten sie gejubelt, dann gab es für Hasborns Anhang die kalte Dusche. 19 Sekunden vor Spielende schoss Auersmachers Jörg Rau den SV Hasborn aus dem Turnier.
Nicht zu fassen: Gerade noch hatten sie gejubelt, dann gab es für Hasborns Anhang die kalte Dusche. 19 Sekunden vor Spielende schoss Auersmachers Jörg Rau den SV Hasborn aus dem Turnier.

Am morgigen Mittwoch hat der SV Rot-Weiß Hasborn um 19 Uhr ein Freundschaftsspiel beim Verbandsligisten SV Thalexweiler geplant. Ob wegen der schlechten Witterung gespielt werden kann, ist allerdings mehr als fraglich.