1. Saarland

Handballfreunde Illtal verschenken einen Zähler

Handballfreunde Illtal verschenken einen Zähler

Dirmingen. Los ging es mit einem echten Kuriosum - eben weil es nicht los ging. Zur RPS-Liga Begegnung der Handballfreunde Illtal mit der HSG Biewer-Pfalzel am Sonntagabend fehlten die Schiedsrichter. Der rheinhessische Verband hatte vergessen, ein Gespann ins Saarland zu schicken. Doch ein Schiedsrichter war unter den rund 350 Zuschauern

Dirmingen. Los ging es mit einem echten Kuriosum - eben weil es nicht los ging. Zur RPS-Liga Begegnung der Handballfreunde Illtal mit der HSG Biewer-Pfalzel am Sonntagabend fehlten die Schiedsrichter. Der rheinhessische Verband hatte vergessen, ein Gespann ins Saarland zu schicken. Doch ein Schiedsrichter war unter den rund 350 Zuschauern. Jürgen Schank wollte sich eigentlich in Ruhe das Spiel ansehen, doch das Schicksal wollte es an diesem Tag anders. Der Männerwart des Handballverbandes Saar und Schiedsrichter vom HC Schmelz fuhr flux nach Hause, packte seine Sachen und alarmierte seinen Gespannskollegen Harald Klär. Auch der hatte Zeit. Nach dem d'Accord vom Klassenleiter aus Offenbach pfiffen die Herren die Begegnung mit 40-minütiger Verspätung an. "Ich ärgere mich. Wir waren schon Sieger", stampfte am Ende HFI-Coach Wroblewski. Das Spiel endete nach Halbzeitstand von 14:14 mit 31:31. Erst in der 35. Spielminute gelang den Zebras die erste Führung (17:16). Bis dahin dominierten die Gäste das Feld und insbesondere die Luft darüber. Erst Mitte der zweiten Halbzeit akzeptierten die Zebras die Lufthoheit der groß gewachsenen Trierer und besannen sich auf ihre eigenen Stärken. Mit einfachen und schnellen Körpertäuschungen gelang es, die Türme ins Wanken zu bringen. In der Abwehr nahm eine offensivere Deckung den Gästen die knallenden Peitschen aus der Hand. "Taktisch hat fast alles gestimmt", resümierte Wroblewski. "Der Punktverlust war dann eigene Dummheit", ergänzte HFI-Co-Trainer Gerd Schäfer. Fünf Minuten vor Schluss führten die Zebras mit fünf Toren, 30:25. Zwei Minuten vor Schluss stand es immerhin auch noch 31:28. Doch dann kassierte Miodrag Jelicic eine Zeitstrafe, Daniel Sinnwell nahm überhastet einen Wurf und Sebastian Hoffmann verwarf 15 Sekunden vor Abpfiff beim Spielstand von 31:30 einen Siebenmeter. Die Schuld verteilte sich auf mehrere Schultern. Unterm Strich bleibt allemal ein verschenkter Zähler. sep