1. Saarland

Handball: Wölfe kämpfen tapfer, brechen dann aber ein

Handball: Wölfe kämpfen tapfer, brechen dann aber ein

Merzig. "Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Wir spielen im Rahmen unserer Möglichkeiten", kommentierte Trainer Berthold Kreuser die 22:31 (14:13)-Niederlage der HF Untere Saar beim TV Hochdorf, ohne über die fünfte Niederlage im fünften Spiel der Handball-Regionalliga verärgert zu sein

Merzig. "Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Wir spielen im Rahmen unserer Möglichkeiten", kommentierte Trainer Berthold Kreuser die 22:31 (14:13)-Niederlage der HF Untere Saar beim TV Hochdorf, ohne über die fünfte Niederlage im fünften Spiel der Handball-Regionalliga verärgert zu sein. Ohne die etatmäßigen rechten Rückraumspieler Andreas Dörr (Bandscheibenvorfall) und Steffen Kellendonk (Pause nach Operation) bestimmten die Wölfe beim Tabellenführer die Anfangsphase.Als Torben Rixecker in der 19. Minute zur 9:6-Führung vollstreckte, lag sogar kurz eine Überraschung in der Luft. Den Schock über die frühe Verletzung von Matthias Hoffeld schienen die Gäste verdaut zu haben. Bei einer Abwehraktion war der zuletzt überragende HF-Torhüter auf den Ellbogen gefallen und konnte nicht mehr weitermachen. Sven Klein kam zwischen die Pfosten und knüpfte an den starken Auftritt von Hoffeld an. Aber auch im Angriff um die Rückraumachse Ralf Kreibig, Thomas Kochann und Jens Ehrich lief weiter alles rund. "Wir müssen auf der rechten Seite wegen der Ausfälle immer wieder variieren. Die Jungs haben das gut gemacht", lobte Kreuser. So führte sein Team zur Pause mit 14:13 und hielt die Partie auch nach dem Seitenwechsel zunächst offen. Mit zunehmender Spieldauer machte sich dann aber der Kräfteverschleiß bemerkbar, weil Kreuser aufgrund der personellen Engpässe kaum Wechselmöglichkeiten hatte. Hochdorf bekam Oberwasser und ging in der 48. Minute mit 22:20 in Führung. Beim Gegenstoß vergaben die Merziger eine Großchance. Statt den Anschlusstreffer zu markieren, gerieten die Wölfe mit drei Toren ins Hintertreffen. Der Knackpunkt! "Wir haben dem Tabellenführer 50 Minuten lang Paroli geboten. Am Ende reichte die Kraft nicht mehr, zumal die Leistungsträger Alex Bochem und Peter Laux krank spielten", entschuldigte Kreuser den konditionellen Einbruch. Mit einer Serie von Tempogegenstößen sorgte der Spitzenreiter schließlich für den am Ende doch noch deutlichen Favoriten-Sieg. ros