1. Saarland

Halligalli in der Stückguthalle

Halligalli in der Stückguthalle

Püttlingen. Der Püttlinger Kulturbahnhof ist ein Magnet für Musikliebhaber geworden: Gerade ist der "Winterfahrplan" mit einem Konzert von Jazzy Listening zu Ende gegangen, das, wie fast alle Konzerte in der ehemaligen Frachtguthalle, sehr gut besucht war

Püttlingen. Der Püttlinger Kulturbahnhof ist ein Magnet für Musikliebhaber geworden: Gerade ist der "Winterfahrplan" mit einem Konzert von Jazzy Listening zu Ende gegangen, das, wie fast alle Konzerte in der ehemaligen Frachtguthalle, sehr gut besucht war. So spricht auch Heike Kolling-Krumm, Geschäftsführerin des Kulturforums Köllertal, von einer "gelungenen Kultursaison" im Bahnhof und freut sich über den großen Zuspruch, den das Programm gefunden hatte. Viele der Konzerte seien sogar schon frühzeitig ausgebucht gewesen.Ein echtes Phänomen ist dabei der lothringer Barde Marcel Adam, und es gehen Gerüchte, dass man schon darüber nachdenkt, ihm ein Zimmer im Bahnhof einzurichten: Im Januar stand Adam schon zum 20. Mal auf der Bahnhofsbühne, und der Zuspruch war so groß, dass noch - im Februar und Mai - zwei Zusatzkonzerte folgten, was aber immer noch nicht reicht: "Wegen des anhaltenden Interesses bietet das Kulturforum einen vierten Auftritt für Freitag, 30. November, 20 Uhr an. Dann kommt der beliebte Chansonnier und Liedermacher mit seinem Akkordeonisten Christian Di Fantauzzi nach Püttlingen", schildert Geschäftsführerin Kolling-Krumm. (Vorverkaufs-Karten für das Konzert gibt es für 12 Euro im Kulturbüro).

Jeweils über hundert Gäste wollten auch das Beatles-Programm von Revolution 10 und die keltischen Folk-Rhythmen von Jack in the Green hören, auf besonderes Interesse stießen bei "den Kelten" der von Thomas Weigel gespielte Dudelsack und die elektronische Midipipe.

Den Künstlern gefällt es offenbar auch im Bahnhof, so hinterließ das gemischte Vokalensemble SingSing im Gästebuch den Eintrag: "Großer Bahnhof in Püttlingen. Es war ein toller Abend mit einem tollen Publikum."

"Besonders berührend war auch der Auftritt des Tenors Vincenzo Di Rosa im April", erinnert sich Heike Kolling-Krumm, "mit dem bekannten Lied 'O sole mio' ging er charmant auf den Wunsch einer italienischen Zuhörerin ein und sorgte zum Abschluss seines Programms 'Mediterraneo' für Gänsehaut-Feeling." Der franko-italienische Sänger bedankte sich im Gästebuch mit: "Es war wie immer bellissimo bei Euch."

Nun steht man in den Startlöchern für das Sommerprogramm: Es wird dann die bereits 20. Auflage des "Sommerfahrplans" sein, Start im Biergarten auf dem ehemaligen Bahnsteig ist am Samstag, 30. Juni, um 19.30 Uhr, das Programmheftchen wird Anfang Juni veröffentlicht. red