Halb tot gelacht beim mörderischen Ehekrieg

Halb tot gelacht beim mörderischen Ehekrieg

Niedersalbach. Die Kleine Bühne Niedersalbach startete die Sessionseröffnung des Heimat- und Verkehrsvereins mit einer Komödie. Diesmal hatte sich die Amateurschauspielertruppe die Kriminalkomödie "Stirb schneller, Liebling" von Hans Schimmel ausgesucht. Das Publikum raste vor Begeisterung

Niedersalbach. Die Kleine Bühne Niedersalbach startete die Sessionseröffnung des Heimat- und Verkehrsvereins mit einer Komödie. Diesmal hatte sich die Amateurschauspielertruppe die Kriminalkomödie "Stirb schneller, Liebling" von Hans Schimmel ausgesucht. Das Publikum raste vor Begeisterung.Zum Inhalt: Das Ehepaar Kurt (Michael Küllmar) und Paula Kniesebeck (Kerstin Forster) ist nach etlichen Ehejahren völlig zerstritten. Hasstiraden bestimmen den Ehealltag. Paula würde gerne der besseren Gesellschaft angehören und findet es peinlich, dass Kurt sein Vermögen als Klopapierfabrikant gemacht hat. Dass Kurt eine Affäre mit seiner Sekretärin Susanne (Franziska Krass) hat, gibt den Ausschlag dafür, dass Paula eine Killerin (Lara Forster) engagiert.

Aber auch Kurt will seine Frau durch einen Killer (Christian Mang) "entsorgen" lassen. Doch die beiden Auftragskiller sind blutige Anfänger, verwechseln Opfer und Auftraggeber.

Für zusätzliche Verwirrung sorgen Paulas Freundin Luise (köstlich naiv: Elfriede Jung) und Hausmechaniker Giovanni (Michael Münz). Weitaus mehr als nur Beiwerk sind auch Kurts mannstolle Schwester Caroline (Bettina Jochum), das fromme Töchterchen Lissy (Jasmin Jochum) sowie das fast blinde Dienstmädchen Agnes (Sabine Poh). Der Schluss ist überraschend und äußerst originell.

Alle Akteure waren sehr gut, den meisten Applaus jedoch ernteten Küllmar, Kerstin Forster, Markus Meiser und Michael Münz. Küllmar und Forster bekämpften sich mit bitterbösen Gemeinheiten, Meiser spielte den Butler aristokratisch bis in die nicht vorhandenen Haarspitzen und Münz als radebrechender Italiener war in Mimik und Dialog zum Wegschreien.

Regisseurin Désirée Becker hatte die Originalvorlage mit künstlerischer Freiheit ein wenig abgeändert. Es tat dem Stück gut. Mehr als zwei Stunden lang schüttelte sich das Publikum im restlos ausverkauften Bürgerhaus vor Lachen.

Egbert Primm, Sitzungspräsident der Niedersalbacher Narren, meinte: "Ich habe das Stück zum ersten Mal gesehen. Vom Dienstmädchen bis zur Nonne waren alle hervorragend. Mir sind die Tränen rechts und links runter gelaufen." dg

Auf einen Blick

Die Akteure im Hintergrund: Souffleuse: Iris Ambrosius. Bühnenbild: Jörg Callsen. Moderation Markus Forster. dg