"Hairspray" im Zeltpalast

"Hairspray" im Zeltpalast

Merzig. Zu seinen konkreten Plänen äußerte sich Joachim Arnold, Chef der Musik & Theater Saar (Foto: Archiv), auf einer Wahlkampfveranstaltung des OB-Kandidaten der Merziger CDU, Manfred Klein. Arnold kündigte im Merziger Brauhaus an, Ende September in einer Pressekonferenz sein in Planung stehendes Projekt der Öffentlichkeit im Detail vorzustellen

Merzig. Zu seinen konkreten Plänen äußerte sich Joachim Arnold, Chef der Musik & Theater Saar (Foto: Archiv), auf einer Wahlkampfveranstaltung des OB-Kandidaten der Merziger CDU, Manfred Klein. Arnold kündigte im Merziger Brauhaus an, Ende September in einer Pressekonferenz sein in Planung stehendes Projekt der Öffentlichkeit im Detail vorzustellen.

Castings in Großstädten

So viel allerdings verriet der Zeltpalast-Manager im Voraus: "Mit Hairspray holen wir eines der großen Broadway-Musicals des 21. Jahrhunderts nach Merzig." Man plane gemeinsam mit "der größten Stadt in Bayern eine Co-Produktion", sagte Arnold - ohne den Namen München gleichwohl konkret auszusprechen. Aber die bayrische hauptstadt ist zugleich die größte Stadt des Freistaates. Zwei Monate Spielzeit habe man zunächst für Merzig im Visier. Dazu komme eine Spielzeit von zwei bis drei Wochen in Bayern. "Wir hoffen, dass die Nachfrage sehr groß sein wird", so Arnold.

Bevor die Merziger Proben anliefen, gebe es im Januar in Berlin, Hamburg und München Castings. "Dann wird die Mannschaft zusammengetrommelt und für fünf Monate unter Vertrag genommen", verriet Arnold. Mitte Juli bis Mitte September des kommenden Jahres spiele man im Merziger Zeltpalast. Obwohl er sich "riesig" auf diese neue Herausforderung freue, meinte Arnold, grause es ihm vor der Übernachtungsproblem. Über mehr als drei Monate müsse man mehr als 30 Leute hier unterbringen. "In Merzig steht uns leider kein geeignetes Hotel in ausreichender Größe zur Verfügung", bedauerte Arnold. Deshalb würde er es begrüßen, wenn in unmittelbarer Nähe der Freizeitanlagen um den Merziger Hafen schon bald ein Hotel entstünde. Dazu ergänzte OB-Kandidat Manfred Klein: "Ich sehe im Bau eines Hotels eine Notwendigkeit, um in Zukunft auch angereisten Besuchern von Musicals preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten".

Dass es in Merzig keine Oper mehr gebe, sei eine unternehmerische Entscheidung gewesen, erläuterte Arnold.

"Wir spielen in Zukunft in Merzig Musicals, weil es dafür eine große Zielgruppe gibt", stellte der Chef von Musik&Theater Saar klar. Mit Oper spreche man lediglich zwei Prozent der Bevölkerung an, mit Musicals jedoch bis zu zehn Prozent. "Wir werden das erste Musical mindestens acht Wochen spielen", versprach Arnold. Er wisse, dass diese Kulturform auch touristisch sehr gut funktioniere.

Auf einen Blick

In der Veranstaltung des Merziger OB-Kandidaten Manfred Klein ging es um die Visionen zum Sport- und Freizeitpark. Bereits unmittelbar nach der Gebietsreform hatten Merzigs Stadtväter ein solches Projekt auf den Weg bringen wollen. Deshalb fragte Klein: "Was ist daraus geworden, und was kann man noch entwickeln?"

Klein präferiert ein " Hotel für jedermann", das auch helfen könne, 'Das Bad' aus den roten Zahlen zu holen", wie Klein sagte. In weiteren Vorschlägen wurden eine Kanustrecke, eine beleuchtete Laufstrecke und eine Sporthalle diskutiert. Desweiteren forderte Klein zur Belebung der Saarwiesen den "Brückenschlag", zwischen Stadtkern und Saaraltarm. owa

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