1. Saarland

Haftstrafe nach Bluttat vor dem Hauptbahnhof

Haftstrafe nach Bluttat vor dem Hauptbahnhof

Saarbrücken. Weil er einen Bekannten vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof fast zu Tode geprügelt und getreten hat, muss ein junger Mann aus Homburg für sechs Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Der 20-Jährige hatte am Abend des 14. August 2010 einen Bekannten aus der Obdachlosenszene massiv misshandelt

Saarbrücken. Weil er einen Bekannten vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof fast zu Tode geprügelt und getreten hat, muss ein junger Mann aus Homburg für sechs Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Der 20-Jährige hatte am Abend des 14. August 2010 einen Bekannten aus der Obdachlosenszene massiv misshandelt. Der 35-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen, konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.Warum der Angeklagte sein Opfer so massiv anging, blieb vor dem Landgericht unklar. Einer der Prozessbeteiligten versuchte diese Erklärung: Der junge Mann stamme aus schlimmen Verhältnissen. Seine Eltern seien drogenabhängig, mit seinen Pflegefamilien und anderen Betreuungsmaßnahmen sei er nie zu Recht gekommen. Eine Perspektive für sein Leben gebe es nicht. Aber im Sommer am Bahnhof, da sei er nicht der Allerletzte gewesen - sondern klar der Chef. wi