Häme passt nicht zum Ernst der Bedrohung

Häme passt nicht zum Ernst der Bedrohung

CATTENOMHäme passt nicht zum Ernst der BedrohungZum Artikel "Wenn Grenzregionen zu Gefahrenzonen werden" und LeserbriefenAls ich die Reaktionen auf den gut gemachten Artikel in der SZ las, musste ich schmunzeln

CATTENOM

Häme passt nicht zum

Ernst der Bedrohung

Zum Artikel "Wenn Grenzregionen zu Gefahrenzonen werden" und Leserbriefen

Als ich die Reaktionen auf den gut gemachten Artikel in der SZ las, musste ich schmunzeln.

Zunächst muss festgestellt werden, dass es sich bei den beiden Schreibern der Leserbriefe um eingetragene Mitglieder der Dillinger CDU handelt, die offensichtlich wie alle anderen ihrer am Wahlwochenende abgestraften Partei merklich nervös auf das gute Abschneiden der Herausforderin der SPD auf den Job des Bürgermeisters in Dillingen, Petra Berg, in der örtlichen Presse reagieren.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum Herr Gangi mit solcher Häme auf Frau Bergs Aufforderung an den Noch-Bürgermeister reagiert, sich der allgemeinen Stimmung im gesamten Land anzuschließen und öffentlich auf Atomkraftverzicht zu plädieren.

Richtig ist, dass die Stimme eines Bürgermeisters durch die zahlreich ihm zur Verfügung stehenden Mittel weitaus deutlicher und weitreichender formuliert werden kann, als dies einem Normalbürger möglich ist.

Dillingen liegt im Ernstfall praktisch neben Cattenom, das sollte Herr Gangi nicht vergessen. Und beten soll er, dass dieser Ernstfall niemals eintritt. Die Dillinger Bürgermeisterkandidatin Petra Berg stammt aus Diefflen, was bekanntermaßen zu Dillingen gehört. Wo sie wohnt, ist absolut unerheblich und tut ihrem Elan und ihrem Herz für die Hüttenstadt keinerlei Abbruch.

Da hilft es auch nicht, wenn im zweiten Leserbrief von Herrn Arweiler versucht wird, Petra Berg öffentlich zu diffamieren. Es gibt eindeutig Wichtigeres als die Fastnacht in Diefflen, vielmehr müssen die echten Probleme der Stadt angepackt werden. Und weil der aufgeklärte Dillinger Bürger dies erkannt hat, kann sich die CDU in der Hüttenstadt warm anziehen.

Daniela Orlando, Dillingen

Stadtgartenbad

Neubau des Freibadesist eine Schnapsidee

Zum Artikel "Zehn Stadtführer geben zu denken" (6. April)

Ich gebe den Stadtführern Recht mit ihren Ausführungen zum Neubau des Freibades im Stadtgarten. Auch ich hing an unserem alten Freibad, aber die Situation ist mittlerweile eine völlig andere.

Einen Neubau an alter Stelle halte ich - auch bei geschätzten Kosten von ca. drei Millionen Euro - für eine Schnapsidee. Wir haben das schöne Steinrauschbad, unser Hallenbad und mit Freibädern in Dillingen, Wallerfangen, Wadgassen, Saarwellingen und Ensdorf jede Menge Auswahl in unmittelbarer Nachbarschaft. Da tritt die Jamaika-Koalition dem Präsidenten des Saarländischen Städte- und Gemeindetags, Herrn OB Lorig, gehörig ins Kreuz, der aufgrund der dramatischen strukturellen Finanzknappheit der saarländischen Kommunen zu Recht eine interkommunale Zusammenarbeit anmahnt - von den hohen Investitions- und Betriebskosten dieses neuen Freibades ganz zu schweigen . . .

Also, liebe Saarlouiser Stadtratsmitglieder, die sich gegen den Neubau des Freibades aussprachen: Schämt euch nicht - ihr habt allemal die besseren Argumente - und ich die Hoffnung noch nicht begraben, dass dieser Ratsbeschluss wieder rückgängig gemacht wird - zum finanziellen Wohle unserer Stadt.

Peter Arweiler, Saarlouis

Haltung der Stadtführer ist rot eingefärbt

Zu "Stadtführer geben zu denken" (6. April)

Ich halte die Meinung der Stadtführer für einen Irrtum derselben. Die Meinung ist für mich rot eingefärbt, nachdem ich die Liste der Stadtführer gelesen habe und sich diese zudem auf die Seite von SPD und Linken geschlagen haben. Wenn der betreffende Stadtführer nicht dabei gewesen wäre, könnte man dies für die Ansicht der übrigen Stadtführer halten, auch wenn diese sich irren. Frage: Steckt vielleicht auch noch OB Henz dahinter, weil er sich sonst nicht mehr zu dem Thema äußern kann?

Christoph Waldschmidt, Saarlouis

Feuerwehr

Braucht Lebach ein neues Feuerwehrauto?

Zum Artikel "Lebach vergrößert Sanierungsbereich" (4. April)

250 000 Euro für ein neues Feuerwehrauto. Wie ich mich selbst frage, so fragen sich sicherlich viele Mitbewohner unserer Stadt, die sich täglich mit ihren fahrbaren Untersätzen durch Lebachs gesundheitsgefährdende Straßen quälen müssen, ob eine solche Anschaffung, die vom Stadtrat so beschlossen wurde, zurzeit wirklich von Nöten ist.

Gottfried Ganz, Niedersaubach

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