1. Saarland

Haben wir keine eigenen Probleme?

Haben wir keine eigenen Probleme?

Wussten Sie schon - am 6. November, also nächste Woche Dienstag, wählen die USA einen Präsidenten. Ob einen neuen oder den alten wieder: Das Rennen ist offen. Wie? Das interessiert Sie nicht? Muss es aber. Doch, doch. Ganz sicher. Eindeutig

Wussten Sie schon - am 6. November, also nächste Woche Dienstag, wählen die USA einen Präsidenten. Ob einen neuen oder den alten wieder: Das Rennen ist offen. Wie? Das interessiert Sie nicht? Muss es aber. Doch, doch. Ganz sicher. Eindeutig. Warum sollten wir sonst seit Monaten mit Meldungen über den Wahlkampf in Übersee dermaßen malträtiert werden? Sondersendungen im deutschen TV über Fernsehduelle zwischen den beiden Kontrahenten, von denen einer nicht uns, sondern die Vereinigten Staaten regieren wird. Berichte über Auftritte vor der jeweils jubelnd-kreischenden Anhängerschaft, die überdimensionale Winkelemente in die Kameras reckt. Wie miserabel der eine bei der Bevölkerung ankommt, weil er bei einem öffentlichen Auftritt zu oft an seinem Wasserglas nippt. Während der andere im New Yorker Hurrican-Hochwasser herumstakst, so punktet. Und die Ladys an ihre Seite? Sie buhlen auch ganz eifrig um Stimmen für ihre Göttergatten. Hoffentlich in adrett-aussagekräftiger Garderobe. Und all das ficht Sie nicht an? Mich auch nicht. Obwohl ein adäquater Blick über den eigenen Tellerrand sehr wohl angebracht ist, um seinen Horizont zu erweitern. Doch auch hier beschäftigen uns wichtige Themen. Beispielsweise die zunehmende Dichte an Windrädern. Oder die Energiekostenspirale bei öffentlichen Hallen, die nun mehr und mehr Vereine trifft.Bin mal gespannt, ob nächstes Jahr zur Bundestagswahl auch jedes Räuspern der Kandidaten in Szene gesetzt wird.