Gutes Jahr für das "Schmuckstück"

Gutes Jahr für das "Schmuckstück"

Saarbrücken. Es war ein erfolgreiches Jahr 2012 für den Rennclub Saarbrücken. Bis zu 15 000 Zuschauer zog es an einem Renntag auf die Güdinger Pferderennbahn. An nur drei Veranstaltungstagen konnten auf der Rennbahn etwa 230 000 Euro umgesetzt werden

Saarbrücken. Es war ein erfolgreiches Jahr 2012 für den Rennclub Saarbrücken. Bis zu 15 000 Zuschauer zog es an einem Renntag auf die Güdinger Pferderennbahn. An nur drei Veranstaltungstagen konnten auf der Rennbahn etwa 230 000 Euro umgesetzt werden. Doch es sind weniger die Umsätze, als die kontinuierliche Entwicklung der Rennbahn in Güdingen, die die Verantwortlichen ein positives Resümee ziehen lassen.

Keine Überforderung der Bahn

"Die Bahn hat sich Schritt für Schritt zu einem echten Schmuckstück entwickelt", betont Werner Schreiber, der Vorsitzende des Beirats. Nach dem neuen Richterturm und dem renovierten Tribünenbereich wurde im vergangenen Jahr das Geläuf - sowohl die Galopp- als auch die Trabrennbahn - komplett saniert. Diese präsentierten sich an den ersten drei Veranstaltungen noch in einem sehr guten Zustand. "Wir wollten das Geläuf in seinem ersten Jahr nicht gleich überbeanspruchen", sagt Sascha Hertel, Pressesprecher des Rennclubs Saarbrücken, warum das geplante Saisonfinale im September abgesagt werden musste.

"Im nächsten Jahr steht einem vierten Renntag nichts im Wege", erklärt Werner Schmeer, Vorsitzender des Galopprennsports, zuversichtlich. Neben dem traditionellen Saisonstart, dem Lotto-Renntag am Ostermontag (1. April), dem Sparkassentag am Pfingstmontag (19. Mai) und dem Tag der Saarwirtschaft an Maria Himmelfahrt (15. August), soll die Rennsaison 2013 mit dem Saar-Lor-Lux-Renntag (29. September) enden. Nach zwei Jahren Pause wird es auf der Bahn in Güdingen, die zweifelsfrei zu den größeren in Deutschland gehört, also wieder einen vierten Renntag geben.

Nachdem die Rahmenbedingungen nun gegeben sind, will der Rennclub Saarbrücken im kommenden Jahr auch sportlich anziehen. So sollen die Preisgelder im Trabrennsport um zehn bis 15 Prozent erhöht werden. "Wir wollen so die Attraktivität steigern", erklärt Harald Schiffler, Vorsitzender des Trabrennsports. Er verspricht sich dadurch professionellere Pferde und vermehrt Berufsrennfahrer nach Saarbrücken locken zu können.

Außerdem soll es in Güdingen im kommenden Jahr auch zwei Rennen in der Disziplin 'Trabreiten' geben. Was in Deutschland noch eine Seltenheit ist, erfreut sich im benachbarten Frankreich umso größerer Popularität. Gerade hinsichtlich der vielen französischen Besucher könnte das ein wichtiger Schritt für die Rennbahn an der deutsch-französischen Grenze sein. "Das ist der Weg", sagt Schiffler, "und ich hoffe, dass uns das alles gelingen wird". Foto: B&B

"Im nächsten Jahr steht einem vierten Renntag nichts im Weg."

Werner Schmeer