1. Saarland

"Gute Entscheidung für junge Menschen und Familien"

"Gute Entscheidung für junge Menschen und Familien"

Gersheim. Der saarpfälzische Kreistag hat in der vergangenen Woche einstimmig die Förderung einer Jugendpfleger(innen)stelle in der Gemeinde Gersheim beschlossen (wir berichteten). Nachdem bereits im August der zuständige Jugendhilfeausschuss einer Bezuschussung der Personalkosten in Höhe von 50 Prozent zugestimmt hatte, kann die Stelle nun für das Jahr 2011 ausgeschrieben werden

Gersheim. Der saarpfälzische Kreistag hat in der vergangenen Woche einstimmig die Förderung einer Jugendpfleger(innen)stelle in der Gemeinde Gersheim beschlossen (wir berichteten). Nachdem bereits im August der zuständige Jugendhilfeausschuss einer Bezuschussung der Personalkosten in Höhe von 50 Prozent zugestimmt hatte, kann die Stelle nun für das Jahr 2011 ausgeschrieben werden. Diesen Erfolg schreibt sich die Gersheimer SPD auf die Fahnen. Die Schaffung der Stelle gehe auf eine Initiative der SPD zurück, die bereits vor über zehn Jahren gestartet worden sei. Damals habe die Ratsmehrheit der CDU den Vorschlag abgelehnt. Mehrheit und Opposition einigten sich auf die Einsetzung eines Jugendbeauftragten. Nach Meinung der SPD fehlte den Jugendlichen und Jugendeinrichtungen in der Gemeinde eine Anlaufstelle und ein Ansprechpartner. Daher erneuerten die Sozialdemokraten ihre Forderung zusammen mit den Jusos im Bürgermeister- und Kommunalwahlkampf 2009. Die CDU habe den Vorschlag zunächst abgelehnt und den Gegenantrag zur Schaffung eines Generationenbeauftragten gestellt. Michael Clivot, Gemeindeverbandsvorsitzender der SPD und Kreistagsmitglied, habe zum damaligen Zeitpunkt jedoch darauf hingewiesen, dass es zum einen kaum bis keine Bewerber geben würde, die sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich Erfahrungen vorweisen könnten. Zum anderen könne eine solche Stelle vom Kreis nicht finanziert werden, da sich die Finanzierung nach dem Aufgabenbereich des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) richtet. Dieser Meinung habe sich auch das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises angeschlossen. "Wir freuen uns, dass die Stelle nun nach den Vorstellungen der SPD Fraktion beschlossen wurde. Dieses Modell ist bereits in vielen anderen Kommunen erfolgreich. Es ist eine gute Entscheidung für junge Menschen und Familien in unserer Gemeinde", so SPD-Fraktionschefin Christine Streichert-Clivot. Der Jugendpfleger werde nun die Aufgabe erhalten, im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde junge Menschen in ihrer Entwicklung durch entsprechende Angebote zu fördern. Im Einzelnen soll dies durch die Konzeption, Planung und Durchführung von Ferien- und Freizeitmaßnahmen sowie durch die Beratung, Begleitung und Förderung der Jugendclubs umgesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Schaffung einer speziellen Beratung für junge Familien und der Aufbau eines "lokalen Bündnisses für Familie", wie von den Sozialdemokraten in ihrem Programm 2009 gefordert. Dass es doch nicht zum Generationenbeauftragten gekommen ist, sei keine Absage an den grundsätzlichen Anspruch. "Wie dies umgesetzt werden soll, werden wir mit dem Bürgermeister und den anderen Gemeinderatsfraktionen beraten." red