1. Saarland

Gulli rockt den Schillerpark

Gulli rockt den Schillerpark

Völklingen. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat der Sänger und Gitarrist, der sich einfach Gulli nennt, Musikfreunde in Völklingen begeistert

Völklingen. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat der Sänger und Gitarrist, der sich einfach Gulli nennt, Musikfreunde in Völklingen begeistert. Nachdem er am Donnerstag mit Weltklasse-Gitarrist Thomas Blug und Schlagzeuger Charly Terstappen den Pfarrgarten gerockt hat, gab er am Montagabend mit der Gruppe JR and the Screamers, in der mit Gitarrist Jürgen Rath und Schlagzeuger Roman Grzyb ebenfalls Asse an ihren Instrumenten stehen, seine Vorstellung in der Konzertmuschel im Schillerpark.

300 Zuhörer an der Muschel

Etwa 300 Zuhörer sind am Montagabend dorthin gekommen, um den langen Sänger noch einmal zu hören. Die Band, deren Name in etwa bedeutet, Jürgen Rath und die Schreihälse, legt mit "Strange kind of Woman" von Deep Purple los. Und wenn Gulli Rudi Spiller eine Schwäche hat, dann ist es die, sich Titel zu merken. "Wir spielen jetzt das - ähm - diedeldie", sagt er zu seinem Gitarristen. "Das Dideldie?", fragt der zurück, weiß aber nach kurzem Überlegen, was gemeint ist: Ein kerniger Blues. Mit dem Satz, "Das nächtste Lied wollten wir immer schon zum klingen bringen", kündigt Gulli eine Neuheit im Programm der Band an. "You ain't got nothing yet" von Turner Bachman Overdrive. Für den Sänger nicht leicht - und zwar nicht wegen irgendwelcher besonderer Töne. Kenner wissen: Alt-Rocker Randy Bachmann stottert im Orginial absichtlich, um auf seinen stotternden Bruder anzuspielen. Und dieses Stottern in einer fremden Sprache singend nachzuahmen - das ist nicht leicht.

Christoph Gottschalk, Organisator der Reihe Sommer-Open-Airs im Schillerpark, hat noch eine Besonderheit beim Auftritt des Terzetts bemerkt: "Zum ersten Mal seit der Jürgen und der Gulli hier gemeinsam spielen, ist anständiges Wetter." Recht hat er. Denn egal, ob die beiden als Smoking-Strings oder als JR and the Screamers da waren - immer hat es geregnet. Dieses Mal nicht, und das in einer der regnerischsten Wochen des Sommers.

Zurück zu den Musikern, die auch gerne mit Solis glänzen. Gulli mal alleine im Gesangssolo oder im Duell mit seinem Gitarristen. Der spielt mal virtuose Klangfolgen, oder lässt seine Gitarre traurig weinen, wie man es ähnlich nur von der im Vorjahr verstorbenen Gitarren-Legende Gary Moore kannte. Und auch Drummer Grzyb bekommt seinen Alleingang, bei Radar Love von Golden Earing. So sind die Musikfreunde an diesem Abend voll begeistert. Jupp Feilen drückt es mit wenigen Worten am besten aus: "Ein Genuss!"

Am Montag, 1. August, geht die Reihe Summer-Open-Airs im Schillerpark mit der Gruppe Spido weiter. Die Jungs um Sänger Romano Marceddu spielen Powerrock. Start ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei, eine Spende bei der Hutsammlung ist wie immer erwünscht.