"Grünes Fernrohr" für die "Grüne Insel Kirchberg"

"Grünes Fernrohr" für die "Grüne Insel Kirchberg"

Saarbrücken. Nanu, was sind denn das für Töne, wird sich so mancher Gast am Dienstagabend im Kulturbistro Malzeit gefragt haben. Zu Beginn des Neujahrsempfangs der grünen Stadtratsfraktion rappten drei Jungs aus dem Kinderprojekt in Alt-Saarbrücken, als stünden sie schon immer auf der Bühne. Das hob gleich zu Beginn die Stimmung

Saarbrücken. Nanu, was sind denn das für Töne, wird sich so mancher Gast am Dienstagabend im Kulturbistro Malzeit gefragt haben. Zu Beginn des Neujahrsempfangs der grünen Stadtratsfraktion rappten drei Jungs aus dem Kinderprojekt in Alt-Saarbrücken, als stünden sie schon immer auf der Bühne. Das hob gleich zu Beginn die Stimmung. Fraktionschef Thomas Brück legte auch gleich nach, als er die Begrüßung von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mit der Frage kommentierte: "Wer weiß, wie lange noch?" Da hatte er die Lacher natürlich auf seiner Seite.

Die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl beschäftigt natürlich auch die Grünen. Ob sie einen Kandidaten gegen Britz und ihren CDU-Herausforderer Peter Strobel antreten lassen, ließ Brück aber offen. Dagegen lobte er einen anderen Gast in den höchsten Tönen: Dieter Attig, Vorstandsvorsitzender der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS): "Er hat den Stadtwerken wieder Selbstbewusstsein gegeben." Brück betonte, das wichtigste Ereignis 2010 sei der Baubeginn für die Gasturbine im Industriegebiet Süd gewesen. Der Wiedereinstieg in die Energieerzeugung mache die Stadt von den Energiekonzernen unabhängiger. Dieser Weg müsse auch weitergegangen werden, wenn Attig zum Jahresende den Konzern verlasse. Zum Großprojekt Stadtmitte am Fluss sagte Brück: "Unsere Zustimmung gibt es erst, wenn klar ist, dass die Natur- und Umweltverträglichkeit sichergestellt sein wird." Das "grüne Fernrohr" der Fraktion verlieh Claudia Willger-Lambert an die 21 Vereine und Initiativen, die mit dem Grünamt die "Grüne Insel Kirchberg" schaffen wollen. Dort werde unter anderem eine Kindertagesstätte gebaut, der Hof der Kirchbergschule verschönert und ein Fahrrad-Geländeparcours entstehen. Willger-Lambert meinte: "Bürgerbeteiligung gelingt, wenn die Verwaltung auf die Menschen zugeht und sie sich einbringen können." Das sei in Malstatt gelungen.

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