Grüne: Kitas auf Schadstoffe prüfen

Saarbrücken. Deutsche Kitas sind offenbar überdurchschnittlich mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien aus Weich-PVC belastet. Zu diesen Ergebnissen kam eine Studie, die der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) bundesweit an 200 Kitas durchgeführt hat

Saarbrücken. Deutsche Kitas sind offenbar überdurchschnittlich mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien aus Weich-PVC belastet. Zu diesen Ergebnissen kam eine Studie, die der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) bundesweit an 200 Kitas durchgeführt hat. Im Saarland hat sich keine Kita beteiligt, weshalb die Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der Grünen-Stadtratsfraktion Karin Burkart großen Handlungsbedarf sieht. Auf ein Verbot der Schadstoffe könne man nicht warten: "Deshalb haben wir diese Problematik auf die Tagesordnung des städtischen Fachgremiums gesetzt, damit zum einen Eltern informiert werden aber auch um Kitas und Kindergärten in Saarbrücken entsprechend untersuchen zu lassen." Burkart appelliert an die Stadt, Kitas und Eltern, sich an der Aktion des BUND "Zukunft ohne Gift" zu beteiligen.Die Weichmacher, so genannte Phthalate, kommen vor allem in Einrichtungsgegenständen wie Fußböden, Tischdecken aus Plastik oder Trinkbechern aus Weich-PVC vor. Die Studie zeigte, dass die Belastungen einiger Kinder derart hoch waren, dass gesundheitliche Schäden wie Brustkrebs oder Allergien nicht ausgeschlossen werden können. red