Grüne Energie vor Landschaftsschutz?

Grüne Energie vor Landschaftsschutz?

Schutzgebiete sind da, um etwas Schützenswertes vor Veränderung zu bewahren, Eingriffe zu vermeiden. Besonders im Umwelt- und Naturschutz haben Schutzgebiete einen hohen Stellenwert - alle?Nein - denn im Saarland, zumindest im Umweltministerium, scheinen Landschaftsschutzgebiete nicht besonders schutzwürdig

Schutzgebiete sind da, um etwas Schützenswertes vor Veränderung zu bewahren, Eingriffe zu vermeiden. Besonders im Umwelt- und Naturschutz haben Schutzgebiete einen hohen Stellenwert - alle?Nein - denn im Saarland, zumindest im Umweltministerium, scheinen Landschaftsschutzgebiete nicht besonders schutzwürdig. Nur so lässt sich erklären, dass dort negativ vermerkt wird, dass das Saarland im Vergleich zum Bund überdurchschnittlich viele Flächen unter Landschaftsschutz gestellt hat. Geht es um Naturschutz, klagt das "grüne Ministerium" eher darüber, dass zu wenige Flächen unter Schutz stehen.

Die geringe Wertschätzung für Landschaftsschutzgebiete zeigt sich auch daran, dass das Ministerium diese Gebiete per neuer Verordnung grundsätzlich für Windkraftanlagen öffnen will.

Solche Anlagen waren auch bisher in Landschaftsschutzgebieten möglich. Allerdings musste der Betreiber, so sieht es die im Landkreis St. Wendel seit 1976 gültige Verordnung vor, beweisen, dass seine Anlage dem Landschaftsschutz, der auch das Landschaftsbild schützt, nicht widerspricht. Das Umweltministerium plant nichts anderes, als eine Beweislastumkehr. Jetzt sollen die betroffenen Gemeinden beweisen, dass die geplante Anlage dem Ziel des Landschaftsschutzes widerspricht.

Das heißt mehr Arbeit, Kosten und Ärger für die ohnehin gebeutelten Gemeinden. Aber grüner Energie ist das grüne Ministerium derzeit grüner.