1. Saarland

Großrosseler Wehr wird schlanker

Großrosseler Wehr wird schlanker

Großrosseln. Die sechs Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Großrosseln werden zu drei Wachen zusammengelegt. Die Bündelung der Kräfte ist Teil der Umstrukturierung, die der Gemeinderat am vergangenen Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat

Großrosseln. Die sechs Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Großrosseln werden zu drei Wachen zusammengelegt. Die Bündelung der Kräfte ist Teil der Umstrukturierung, die der Gemeinderat am vergangenen Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat.

Auf der Grundlage des von einer Managementgesellschaft für kommunale Anlagen erstellten Brandschutzbedarfsplans hatte die Feuerwehr das Konzept erarbeitet und in einem Arbeitskreis mit Vertretern von Verwaltung und Politik abgestimmt. Ziel ist es, die Wehr vor dem Hintergrund der sinkenden Bevölkerungszahlen schlagkräftiger zu machen, die laufenden Kosten zu reduzieren und die Tagesalarmbereitschaft zu erhöhen.

In einem ersten Schritt wird für die Wache Süd, zu der die Löschbezirke Naßweiler, St. Nikolaus und Emmersweiler zusammengelegt werden, ein neues Gerätehaus im Gewerbegebiet Am Hirschelheck gebaut. Die Löschbezirke Dorf im Warndt und Karlsbrunn bilden die Wache West. Ob für diese Wache auch ein neues Gebäude errichtet wird, steht noch nicht fest. Alternativ könnte das bestehende Feuerwehrgerätehaus im Warndtdorf umgebaut werden. Das Gebäude des Löschbezirks Großrosseln, der neuen Wache Ost, wird saniert. Die Feuerwehr geht von einer Mannschaftsstärke von etwa 45 aktiven Feuerwehrangehörigen je Wache aus. Damit ist die Einsatzbereitschaft gewährleistet.

"Auch der Fahrzeugpark, der teilweise 30 bis 40 Jahre alt ist, muss erneuert werden", betonte Bürgermeister Peter Duchene (Foto: SZ). Er rechnet da-mit, dass die letzten Planungsschritte im Jahr 2015 eingeleitet werden. Unter dem Titel "Bauliche Konzeption Feuerwehr" sind im Investitionsprogramm der Gemeinde in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt 750 000 Euro eingestellt.

"Die erarbeiteten Ergebnisse zeigen den richtigen Weg auf", erklärte CDU-Sprecher Gerhard Haschke. Er hofft, dass die Umstrukturierung und die damit verbundene Verbesserung der Ausstattung für junge Männer und Frauen einen Anreiz bietet, sich in der Feuerwehr zu engagieren. Auch SPD-Chef Jörg Dreistadt sprach von einem "richtigen Weg". Wichtig sei, dass sich die einzelnen Löschbezirke in der neuen Struktur wohl fühlten. Wehrführer Fritz Schido zeigte sich optimistisch, dass die Feuerwehr schnell zusammenwächst, die ersten gemeinsamen Übungen für das kommende Jahr seien bereits geplant.

"Was geschieht mit den alten Feuerwehrgerätehäusern?", fragte Ralf Hektor von den Freien Wählern. Deren zukünftige Nutzung sei noch nicht geklärt, antwortete Duchene. Im Januar wird der Verwaltungschef das Konzept im Innenministerium vorstellen.

Auf einen Blick

Das Familienförderprogramm der Gemeinde ist gut angelaufen. Bürgermeister Peter Duchene berichtete in der Sitzung, dass bisher der Zuzug von 16 Neubürgern gefördert wurde. Seit Beginn des Jahres gibt es Zuschüsse für den Erwerb von Baugrundstücken und Altbauten. Jedes minderjährige oder noch in der Ausbildung stehende Kind wird mit 2500 Euro gefördert. Auch Bürger, die bereits in Großrosseln wohnen und sich innerhalb der Gemeinde ein Haus gekauft oder gebaut haben, wurden unterstützt. "Insgesamt haben wir 40000 Euro ausgegeben", sagte Duchene und versicherte, dass das Programm weitergeführt wird. tan