1. Saarland

Großregion soll sicherer werden

Großregion soll sicherer werden

Bad Mondorf. Abgeordnete aus der Großregion Saar-Lor-Lux wollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaften ausbauen. So soll das Gemeinsame Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZPZ) in Luxemburg künftig rund um die Uhr besetzt sein

Bad Mondorf. Abgeordnete aus der Großregion Saar-Lor-Lux wollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaften ausbauen. So soll das Gemeinsame Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZPZ) in Luxemburg künftig rund um die Uhr besetzt sein. Außerdem wurde angeregt, für die Großregion eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft einzurichten, die ohne lange Dienstwege aktiv werden kann. "Bisher läuft die grenzübergreifende Strafverfolgung über Rechtshilfe-Ersuchen, das kostet viel Zeit", erklärte Roland Theis (CDU) auf SZ-Anfrage. Er ist Mitglied des saarländischen Landtages und Vorsitzender der Sicherheitskommission des Interregionalen Parlamentarier-Rates (IPR), die gestern bei einem Treffen im luxemburgischen Bad Mondorf einen Beschluss dazu fasste.Die Kommission fordert unter anderem einen Vertrag der Länder Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg über die Zusammenarbeit der Polizeien in der Großregion. Ein Ziel sei, dass deutsche Polizisten flüchtige Straftäter bald auch jenseits der französischen Grenze festhalten dürfen. Jedoch müsse dafür die französische Verfassung geändert werden. Umgekehrt ist dies bereits möglich. Zwar gebe es in der Region "kein allgemeines Sicherheitsproblem", sagte Theis. Die Neuerungen seien aber notwendig, um etwa grenzüberschreitende Bandenkriminalität effektiv zu verfolgen. jow