1. Saarland

Groß und Klein legen sich mächtig ins Zeug

Groß und Klein legen sich mächtig ins Zeug

Kastel. Super Mario, Luigi, Princess und Co. nahmen ihr Amt, im Elferrat zu sitzen, durchaus ernst. Bei der Kappensitzung der PfaSiFu (Pfarrkapelle, Singfamilie, Fußballclub) verliehen sie fleißig die Karnevalsorden und standen auch selbst mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne

Kastel. Super Mario, Luigi, Princess und Co. nahmen ihr Amt, im Elferrat zu sitzen, durchaus ernst. Bei der Kappensitzung der PfaSiFu (Pfarrkapelle, Singfamilie, Fußballclub) verliehen sie fleißig die Karnevalsorden und standen auch selbst mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne.Nachdem sich die Mädels der Tanzgruppe Leonie von gruseligen Vampiren in fröhliche Funkenmariechen verwandelt hatten und die Zuschauer nach einer Zugabe verlangten, hatten die Tänzerinnen eine Idee: Eine Zugabe gibt's nur zusammen mit dem Elferrat. Und so kam es, dass Super Mario und Tanzmariechen gemeinsam auf der Bühne standen. Über Gott und die Welt unterhielten sich "Die dicksten Freunde" (Magnus Jung, Ernst Latz). Die neue Technik war ebenso Thema wie der frischgebackene Kuchen der Ehefrau. Auch über die beste Wahlmethode diskutierten die beiden herzhaft. "Also ich rufe immer an", meinte einer der beiden. "Awwa dann is es doch nimme geheim", entgegnete ihm sein Freund. Doch kein Problem, "ich nenne jo ach schließlich net mei Name". Ganz andere Sorgen hatten die Versicherungsangestellte (Beate Franz) und ihre Kundin (Gabi Stroh). Irgendwie redeten die Frauen aneinander vorbei, als es darum ging "die zwei beschde" zu versichern. Während die Kundin von ihren Hunden Max und Moritz sprach, dachte die Angestellte es ginge um die "zwei beschde Körperteile einer Frau". Diese Verwechslung sorgte für so manchen Lacher im Publikum.

Gegen den Konsum von Alkohol sprach sich eine feine Dame aus. Doch die bekennende Gegnerin des Trinkens entpuppte sich bald selbst als Schnapsdrossel. Sei es ein Sektchen vor dem Fernseher oder eben die Packung Pralinen - in den eigenen vier Wänden vergeht kaum ein Abend ohne einen guten Tropfen.

Liebeserklärung in der Bütt

Eine wahre Liebeserklärung an den Heimatort sprach Christof Görgen in seiner Büttenrede aus. Zunächst musste er sich jedoch um die ernsten Angelegenheiten kümmern, so zum Beispiel um die ausgebrochene Hungersnot; erkennbar an dem dünnen Bürgermeister und ausgelöst durch den etwas fülligeren Ortsvorsteher. Aber nicht nur ins Dorfgeschehen, auch in die Saarlandpolitik mischte sich der Narr ein. "Die Annegret hat dem Maas die Augen verdreht. Jetzt sitzt er brav auf ihrem Schoß und fühlt sich doch ganz groß. Doch nichts zu melden hat der Maas, das macht der Annegret Spaß", berichtet der Narr, der trotz allem stolz darauf ist, ein Kastler zu sein. Mit dieser Erkenntnis verließ er auch die Bütt und machte die Bühne frei für das Männerballett des FC Kastel. Die tanzenden Fußballer gaben beim großen Finale noch einmal alles. So endete die diesjährige Kasteler Kappensitzung, die sich vor allem durch viele junge Akteure auszeichnete.