Größte Kernzone liegt in Kirkel

Bliekastel/Kirkel. Was tun in und mit der Biosphäre Bliesgau? Mit einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im neuen Kirkeler Ratssaal in Limbach wollte die Kirkeler Verwaltungsspitze genau dieser Frage ein wenig weiter auf den Grund gehen. Vor rund 100 Besuchern wurden dabei erneut Erläuterungen zu den Hintergründen einer Biosphäre gegeben

Bliekastel/Kirkel. Was tun in und mit der Biosphäre Bliesgau? Mit einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im neuen Kirkeler Ratssaal in Limbach wollte die Kirkeler Verwaltungsspitze genau dieser Frage ein wenig weiter auf den Grund gehen. Vor rund 100 Besuchern wurden dabei erneut Erläuterungen zu den Hintergründen einer Biosphäre gegeben. Es ging um die Anstrengungen der Gemeinde Kirkel, aus dem Potenzial des Biosphärenreservates Bliesgau zählbaren Nutzen zu schlagen.Sarah Guthor vom Kultur- und Tourismusamt der Gemeinde und Peter Steffen, einer der drei in Kirkel ansässigen Natur- und Landschaftsführer für die Biosphäre, erläuterten ein neu aufgestelltes Programm zur touristischen Entwicklung Kirkels als nicht unwesentlicher Teil des Biosphären-Reservats. Vorher hatte Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes, die Idee der Biosphären und deren praktische Umsetzung verdeutlicht. Deutlich war dann auch ein gutes Stichwort, denn es wurde durchaus klar, dass gerade die drei Prozent Kernzone, also der Bereich, der weitestgehend sich selbst überlassen wird, gerade in Kirkel dem einen oder anderen nach wie vor Bauchschmerzen bereitet. Denn: Kirkel verfügt mit dem Bereich Taubental über die größte zusammenhängende Fläche der Kernzone in der Biosphäre. Und das bedeutet für einige Bürger den Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten - kein Pilzesammeln mehr, kein Pflücken von Beeren.

Da kommen die aktuellen Bemühungen der Gemeinde Kirkel, vor allem die strukturellen Vorteile der Biosphäre für eine touristisch motivierte Kommune zu verdeutlichen, vielleicht gerade recht. In der von Hauptamtsleiter Otwin Wentz moderierten Veranstaltung brachte es Bürgermeister Frank John so auf den Punkt: "Die Gemeinde Kirkel muss sich in der Biosphäre positionieren."

Und zu dieser Positionierung wird auch das Angebot gehören, das Kirkel Besuchern machen will. Wie diese Offerte gegenwärtig aussieht, darüber gibt eine neue kleine Infobroschüre Auskunft, "Lust auf Biosphäre?" wird da im Titel gefragt. Eben die vorausgesetzt, will Kirkel drei Variationen der Befriedigung anbieten: Die "Biosphären-Erkundung für Schulklassen", die "Biosphären-Fahrradtour für Jedermann" und die "Tagesfahrt durch die Biosphäre Bliesgau".

Die "Biosphären-Erkundung für Schulklassen" soll den Jungen und Jüngsten erklären, was ein Biosphärenreservat eigentlich ist, welche Besonderheiten den Bliesgau auszeichnen und welche Bedeutung die Kernzone einer solchen Biosphäre hat. Die Instrumente: Erlebniswanderungen in der Kernzone, Vorstellung der heimischen Tierwelt und Führungen über die Kirkeler Burg.

Mit der Biosphären-Radtour sind thematisch die gleichen Ziele verbunden, mit dem Rad wird die Reichweite der Tour allerdings deutlich erweitert. Lautzkirchen, Beeden und die St. Ingberter Senke gehören zu den Wegmarken.

Die "Tagesfahrt durch die Biosphäre Bliesgau" schließlich spannt geographisch den größten Bogen in der Region.

Auf einen Blick

Wersich für die neuen touristischen Angebote der Gemeinde Kirkel zum Biosphären-Reservat Bliesgau interessiert, der kann sich über die einzelnen Offerten mit ihren speziellen Modulen, die Preise und die organisatorischen Gegebenheiten beim Amt für Kultur, Sport und Tourismus der Gemeinde Kirkel unter der Telefonnummer (0 68 41) 80 98 39/40 informieren. thw

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