Grenzübergreifende Liebe zur Musik

Differten. Es ist ein Lied voller Lebensfreude, das einige Mitglieder des Saitenspielkreises beim Abschiedsfest anstimmen: Die Volksweise aus Venezuela ist neu im Repertoire des Orchesters. Und während die Orchestermitglieder der Musik lauschen, greifen zwei junge Menschen in die Saiten

 Viel Freude hatten die Differter Musiker mit ihren südamerikanischen Begleitern in Rom. Fotos: Carolin Grell/Verein

Viel Freude hatten die Differter Musiker mit ihren südamerikanischen Begleitern in Rom. Fotos: Carolin Grell/Verein

Differten. Es ist ein Lied voller Lebensfreude, das einige Mitglieder des Saitenspielkreises beim Abschiedsfest anstimmen: Die Volksweise aus Venezuela ist neu im Repertoire des Orchesters. Und während die Orchestermitglieder der Musik lauschen, greifen zwei junge Menschen in die Saiten. Svenja Beuren aus Differten und Ender Rangel aus Merida in Venezuela, die durch die Musik inzwischen ein Paar geworden sind. Jesus Becerra, ebenfalls Musikstudent an der Universität De Los Andes in Venezuela, freut sich nach seinem ersten Europabesuch sehr auf seine Heimat und die Familie, Ender fällt der Abschied schwer.Beide nehmen eine außergewöhnliche Erfahrung mit nach Südamerika. Sie durften den Saitenspielkreis auf seiner Konzertreise begleiten. Und die führte Anfang Oktober nach Rom. "Wir hatten mehrere Reiseziele angedacht, aber die Mehrheit hat sich für Rom entschieden", erzählte Monika Beuren, Leiterin des Saitenspielkreises.

Das Hotel lag direkt am Meer und ermöglichte Strandstunden bei bis zu 30 Grad. Und hier gab es dann auch keine Sprachbarrieren, wie Vorsitzende Birgit Roth erzählte. "Da hat Jesus seine Gitarre genommen und La Bamba angestimmt, alle haben mitgesungen und getanzt", berichtete Svenja Beuren.

Viel Applaus gab es für die Solisten bei den Konzerten. "Im Pantheon zu spielen ist schon außergewöhnlich", sagte Monika Beuren. Doch der Höhepunkt, da waren sich alle einig, war der 5. Oktober. Dann nämlich stand die Generalaudienz beim Papst auf dem Programm.

"Und das war sehr aufregend, ihn so nah zu sehen - und auch noch während der Audienz Musik machen zu dürfen", berichtete Ender Rangel. Er ist wie Jesus Becerra katholisch, und daher wird dieser Tag unvergesslich bleiben. "Aber auch alle Orchestermitglieder waren begeistert von der einmaligen Atmosphäre. Wir haben schon vor der Audienz die Besucher mit unseren Liedern eingestimmt und alle haben so toll mitgesungen, als der Papst nur etwa acht Meter von uns entfernt vorbeikam", erzählte Roth.

 Das Gruppenbild der Musiker entstand auf dem Petersplatz.

Das Gruppenbild der Musiker entstand auf dem Petersplatz.

Diese Erlebnisse noch einmal auffrischen konnten die Teilnehmer nun beim Abschiedsfest. Abschied nehmen müssen die beiden Studenten aus Venezuela. Aber schon im Februar gibt es für Ender und Svenja ein Wiedersehen. Dann tritt die Musikstudentin, die auch Spanisch studiert, ihr Auslandssemester in Venezuela an.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort