Gospelchor und Polizei-Big-Band: Generalprobe geglückt

Saarbrücken. Wilhelm Otto Deutsch: Der frühere Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Klarenthal gründete bereits 1986 seinen Gospelchor, dem er noch heute vorsteht. Der persönliche Bezug zum afrikanischen Gesang rührt aus seiner schon länger zurückliegenden Lehrtätigkeit als Universitätsdozent in Swaziland. Jetzt hat "sein" Gospelchor Verstärkung bekommen

Saarbrücken. Wilhelm Otto Deutsch: Der frühere Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Klarenthal gründete bereits 1986 seinen Gospelchor, dem er noch heute vorsteht. Der persönliche Bezug zum afrikanischen Gesang rührt aus seiner schon länger zurückliegenden Lehrtätigkeit als Universitätsdozent in Swaziland. Jetzt hat "sein" Gospelchor Verstärkung bekommen. Auf Initiative der Polizeiseelsorge taten sich erstmals die Big-Band des Polizeimusikkorps und Deutschs Chor zusammen: Am Samstagabend füllten die beiden Ensembles die Stiftskirche. Ihre Lied-Auswahl galt dabei vor allem den unverfälschten, nicht standardisierten Liedern. Das Konzert war quasi die Generalprobe für ein Konzert in den USA. Chor und Big Band reisen nämlich auf Einladung der Kirchengemeinde St. Augustine in Washington (DC) nach Amerika. In bunten, traditionell afrikanischen Gewändern wippte der kraftvoll beseelte Chor zum vorwärts drängenden Swing der Big Band. Das Konzert eröffnete ein "Concerto" de Haans, in dem Elemente des Swing und Weisen des Barockkonzertes verschmelzen. Danach hob der Chor an, zunächst in Ensembles, später im traditionellen Wechsel von "Frage" und "Antwort". Mit dem richtigen Gefühl für Tempi und stimmlicher Präsenz sowohl des Ensembles als auch der Solisten trafen sie stets den Nerv der Musik: Man spürte deren Lebenskraft. Neben Werken von Leon Roberts und Paul Halley gelang auch Bernsteins "Gospel-Sermon" zur höchsten Zufriedenheit. Ein überzeugender Einstand, der mehr als nur eine Probe war. saw

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