1. Saarland

Glücksfall Pesch

Glücksfall Pesch

Primstal. 37 Punkte hat die junge Verbandsligatruppe des VfL Primstal (Durchschnittsalter: rund 21 Jahre) in den bislang 17 absolvierten Saisonspielen eingefahren

Primstal. 37 Punkte hat die junge Verbandsligatruppe des VfL Primstal (Durchschnittsalter: rund 21 Jahre) in den bislang 17 absolvierten Saisonspielen eingefahren. Damit ist das Experiment von Lothar Pesch voll aufgegangen: Vor Saisonbeginn hatte der von der SG Noswendel/Wadern zurückgekehrte Trainer eine deutliche Verjüngungskur eingeleitet, acht Neuzugänge, davon vier A-Jugendliche, baute er in den Kader ein. "Dass es so positiv läuft, überrascht mich selbst. Sämtliche Neuzugänge haben eingeschlagen", sagt der 49-Jährige, der seinen Vertrag kürzlich für die kommende Saison verlängert hat.Am vergangenen Montag startete er dann mit dem Team auf dem schneebedeckten Primstaler Kunstrasenplatz in die Vorbereitung auf die restlichen Spiele der aktuellen Saison. Wechselweise trainieren die Spieler nun im Allerswald-Stadion und in der Saarbrücker Soccer-Arena.

Peschs Ziel für die Rückrunde ist klar: "Wir wollen weiter oben mitspielen." Das Wort Aufstieg nimmt er aber nicht in den Mund. Er weiß genau, welchen Schwankungen seine junge Mannschaft noch unterliegt. "In der Offensive hat die Mannschaft gute Spiele gezeigt. Gegen aggressive Mannschaften haben wir uns aber schwer getan, in der Defensive in den Zweikämpfen zu bestehen", sagt er. Das drückt sich auch in der Tordifferenz aus: Mit 57 Treffern hat Primstal mit Abstand die meisten Tore geschossen. Mit 24 aber auch deutlich mehr kassiert als die direkten Kontrahenten. Schwerpunktmäßig wird Pesch deshalb in der Vorbereitung im taktischen Bereich gerade in diesem Bereich arbeiten. Insbesondere daran, nach Ballverlusten in der Offensive sofort in die defensive Grundordnung zurückzufinden.

Klar ist: Im Kasten hat Frank Distaler (27) Benjamin Guttmann abgelöst, Thomas Maldener (22) und Marc Pesch (21) sind in der Innenverteidigung gesetzt, genau wie Manuel Kiefer (19) hinten rechts. Eine Baustelle ist noch auf der linken Verteidigerposition, wo der Weggang von Kristoffer Lauwitz noch nicht kompensiert werden konnte. Einen gewaltigen Schritt nach vorne hat der vom Landesligisten Grügelborn nach Primstal gewechselte Pascal Schmidt gemacht. Pesch hat den 21-Jährigen auf drei verschiedenen Positionen im Abwehrbereich bringen können. Zumeist übernimmt er neben Steffen Haupenthal (20) den defensiven Part auf der "Doppel-Sechs". Forciert hat Pesch zudem das Spiel über die Außenbahnen. Luca Greco (22) lieferte von rechts elf Torvorlagen, links hat sich mit Tobias Scherer (19) ein weiterer junger Akteur in die Startelf gespielt. Hinter Torjäger Lukas Biehl (16 Saisontore) agiert in Peschs System der 20-jährige Tim Roob oftmals als "verkappter Zehner". Von Angreifer und Routinier Jan Morsch (30) sei, so sagt Pesch, noch einiges zu erwarten. Auch der in der Hinrunde mehrfach wegen beruflicher Verpflichtungen in den USA weilende Tobias Zimmer (23), steht dem Trainer wieder voll zur Verfügung. Nils Kuckel und Maximilian Saar (beide 19) sind zudem gute Alternativen für den Angriff geworden und auch die erfahrenen Andreas Finkler und Christian Joseph wollen nach auskurierter Verletzung wieder angreifen.

"Wenn es gelingt, diese Truppe weiter so zusammenzuhalten und sie weiter so konzentriert trainiert, werden wir über einen längeren Zeitraum noch einige Freude haben", ist Pesch überzeugt.

Die Vorbereitungsspiele des VfL Primstal: 2. Februar gegen den Bezirksligisten SG Holz-Wahlschied, 9. Februar gegen den Saarlandigisten VfB Dillingen und am 16. Februar gegen den Saarlandligisten SV Hasborn (alle Spiele im Primstaler Allerswald-Stadion).

"Dass es so positiv läuft, überrascht mich selbst."

Lothar Pesch, Trainer des

VfL Primstal