1. Saarland

Gewalt darf keinen Platz haben

Gewalt darf keinen Platz haben

Wadern. Die Auszeichnung, die die Schule aus der Hand des Kultusministers erhielt, ist nach den Worten von Schulleiter Ferdi Heyer das Ergebnis einer kontinuierlich guten Arbeit, die über Kreis und Stadt bis in die Schulen hineinwirke. Gleichzeitig freute sich Heyer über die bundesweite Auszeichnung "Ort der Vielfalt"

Wadern. Die Auszeichnung, die die Schule aus der Hand des Kultusministers erhielt, ist nach den Worten von Schulleiter Ferdi Heyer das Ergebnis einer kontinuierlich guten Arbeit, die über Kreis und Stadt bis in die Schulen hineinwirke. Gleichzeitig freute sich Heyer über die bundesweite Auszeichnung "Ort der Vielfalt". Man dürfe nicht innehalten, Barrieren abzubauen, Mut zu zeigen und Toleranz zu üben, betonte Heyer.

Bildungsminister Klaus Kessler sagte, er freue sich, dass inzwischen 21 saarländische Schulen mit von der Partie seien. Die Erweiterte Realschule Wadern hätte allen Grund, stolz zu sein, zum erlesenen Kreis der Schulen ohne Rassismus zu zählen. Das Projekt der Schüler richte sich gegen alle Formen der Diskriminierung, gegen Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden. "Es geht darum, selbst aktiv zu werden und seinen eigenen Beitrag innerhalb einer demokratischen Gesellschaft zu leisten", sagte Kessler. Gewalt dürfe in dieser Gesellschaft keinen Platz haben.

Kreisbeigeordneter Konrad Pitzius erläuterte die Anstrengungen, die der Landkreis zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unternimmt. In den vergangenen drei Jahren seien 45 vielfältige Angebote bereitgestellt worden. Durch diese Projekte habe man bis heute mehr als 14 000 Personen, darunter Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund erreicht. Die vom Familienministerium vor Ort mit etwa 340 000 Euro finanzierte Arbeit sei sinnvoll und die Mittel gut angelegt. "Mit der Auszeichnung - Ort der Vielfalt - sind im grünen Kreis mittlerweile zwei Kommunen ausgestattet, nämlich Merzig und jetzt auch Wadern", sagte Pitzius. An der Graf-Anton-Schule habe man sich in besonderer Weise der Zielsetzung angenommen. "Hier wird Demokratie in all ihren Facetten tagtäglich gelebt", betonte der Kreisvertreter.

Buntes Programm

"Der Musiker Max Busso und die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich haben gemeinsam die Patenschaft für die Schule übernommen", sagte Landeskoordinator Dr. Burkhard Jellonek, der auch durch das kurzweilige Programm führte. Die musikalische Gestaltung der Feierstunde, eine kleine Theatervorführung und eine Rap-Show hatten die Schüler in Eigenregie übernommen.

Auf einen Blick

Bundesweit gehören der Aktion "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" aktuell 834 Schulen mit über einer halben Million Schülern an. Damit ist es das größte Schülernetzwerk der Bundesrepublik. Im Saarland ist die Graf-Anton-Schule Wadern die 21. Partnerschule. Ebenso dazu gehören Schulen in St. Wendel, Saarwellingen, Saarlouis, Rehlingen, Saarbrücken, Blieskastel und Bildstock. owa