1. Saarland

Gesundes Klima im Krankenhaus: Zum Ausbau des Klinikums Saarbrücken

Regionaler Leitartikel : Gesundes Klima im Krankenhaus

In Deutschland können Patienten frei entscheiden, in welchem Krankenhaus sie bei Bedarf behandelt werden wollen. Vor allem Menschen jüngeren und mittleren Alters wählen sich bewusst eine Klinik aus.

Das befördert den Wettbewerb um Leistungsfähigkeit und Service zwischen den Krankenhäusern.  

Patienten merken schnell, ob das Betriebsklima stimmt. Sie wollen nicht nur optimal behandelt, sondern auch ernst genommen und auf dem Laufenden gehalten werden. Das setzt eine hohe Leistungsfähigkeit und große Leistungsbereitschaft aller Mitarbeiter voraus. Dafür ist ein gesundes Betriebsklima erforderlich, denn die Arbeit im Krankenhaus zählt keineswegs zu den attraktivsten Jobs. Die Anforderungen sind hoch, der Stress ist groß. Vielen Mitarbeitern ist heutzutage ein gutes Betriebsklima mindestens genauso wichtig wie eine angemessene Bezahlung und eine gute Ausstattung mit Geräten. Eine gesunde Arbeitsatmosphäre setzt Teamgeist voraus, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, Wertschätzung und Anerkennung durch Vorgesetzte und Kollegen und auch die Möglichkeiten, selbstständig arbeiten zu können und in Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden.

Das Klinikum Saarbrücken hat ein klares Ziel formuliert: Es will in der Landeshauptstadt die erste Adresse für Gesundheit sein. In einem großen Haus wie der Winterberg-Klinik mit über 2200 Mitarbeitern und 320  Ärzten ist es nicht einfach zu erreichen, dass sich alle Mitarbeiter wohlfühlen und mit Freude arbeiten. Die Klinik-Leitung setzt daher zum Beispiel auf familienfreundliche Arbeitszeiten,  fördert die Zusammenarbeit  und den Teamgedanken oder bietet Weiterbildungen an. Offensichtlich profitieren davon auch die Patienten.

Martin Horzella, der Patientenfürsprecher im Klinikum Saarbrücken, berichtet, dass viele Patienten voll des Lobes über ihre Versorgung seien. Öfter kritisiert werde hingegen, dass sich die Ärzte zu wenig Zeit nehmen oder die weitere Behandlung nach der Entlassung nicht zufriedenstellend geklärt sei. Daran kann man arbeiten.