Gestank aus Carling: Kommunen wollen gemeinsam handeln

Gestank aus Carling: Kommunen wollen gemeinsam handeln

Nach dem Großrosseler Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) hat nun auch Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) Stellung genommen zu Bürgerbeschwerden über Gestank und Qualm, die von der französischen Chemieplattform in Carling auf die deutsche Seite der Grenze herüberwehen. „Mit Besorgnis“ sehe die Stadt Völklingen diese „Beeinträchtigungen“, erklärte Lorig.

Er stimme überein mit dem Rosseler Rathauschef, der die Vorfälle scharf kritisiert hatte (wir haben berichtet).

Lorig hat nun vorgeschlagen, dass sich die Kommunen in dieser Frage verbünden. Am Anfang soll eine gemeinsame Sondersitzung des Völklinger Stadtrats und des Großrosseler Gemeinderates zum Thema stehen. Er habe bereits mit Dreistadt einen Termin verabredet, sagte Lorig der SZ. Dazu sollen Vertreter der Carlinger Kommunalpolitik und der dortigen Chemiefirmen sowie Vertreter des Umweltministeriums eingeladen werden.

Entgegen früheren Absprachen gebe es aktuell keine Meldungen über Fackelbetrieb, sagte Lorig: "Offenbar nehmen die das in letzter Zeit sehr locker in Frankreich." Für Großrosseln, am stärksten betroffen, sei die Feuerwehr Lauterbach mit ihren Messgeräten leider nicht zuständig, sagte Lorig. Aber - "das ist eine gute Anregung" - man könne da kooperieren, zumal Völklingen und Großrosseln ohnehin mehr zusammenarbeiten wollen.