Geschlossene Bäder und neue Buslinien

Geschlossene Bäder und neue Buslinien

Das Freibad in Sulzbach bleibt für immer geschlossen. Das ist wohl die Nachricht des Jahres 2011 für alle Bürgerinnen und Bürger. Eine weitere wichtige, weil zukunftsweisende Nachricht: Das Landesamt für Straßenbau (LfS) will nun forciert nach einer Lösung suchen hinsichtlich der gravierenden Verkehrsprobleme in der Innenstadt und darüber hinaus

Das Freibad in Sulzbach bleibt für immer geschlossen. Das ist wohl die Nachricht des Jahres 2011 für alle Bürgerinnen und Bürger. Eine weitere wichtige, weil zukunftsweisende Nachricht: Das Landesamt für Straßenbau (LfS) will nun forciert nach einer Lösung suchen hinsichtlich der gravierenden Verkehrsprobleme in der Innenstadt und darüber hinaus. Denn oft staut sich - vor allem in den frühen Abendstunden - der Verkehr auf der L 126 vom Industriegebiet Neuweiler bis hinauf zum Quierschieder Weg. Der LfS zieht in Betracht, hinter der Eisenbahnunterführung eine Linksabbiegespur einzurichten, die die elenden Rückstaus für immer vergessen machen könnte. Bleibt noch zu erwähnen, dass in der City eine große Baulücke klafft, nachdem endlich der Möbel-Ott-Komplex abgerissen wurde. Möglicherweise erhalten wir schon bald die konkrete Nachricht von einem Investor, der hier was Schickes bauen möchte. Überlegungen diesbezüglich sind schon im Gange.Im Übrigen machte im Jahr 2011 der Stadtteil Brefeld von sich reden: Zum einen ist die dortige Halde wieder begehbar, und die Bürger im Ort sind nicht mehr vom Linienbus-Verkehr abgeschnitten. Das Engagement eines einzelnen Rentners machte es letztlich möglich.

Lichtblick IKS

Für die Gemeinde Quierschied geht ein sehr denkwürdiges Jahr zu Ende. Es war am Abend des 12. Mai, als die letzten Badegäste das Wellenhallenbad verließen. Ab diesem Zeitpunkt war die Einrichtung, die 1974 mit viel Pomp, Getöse und großen Sprüchen ob der hochmodernen Freizeiteinrichtung eröffnet worden war, ein für alle Mal Geschichte. Abgerissen wurden derweil der Kultursaal und das alte Rathaus, das nach dem großen Hochwasser 2009 gewissermaßen einen Totalschaden erlitt. Die spannende Frage fürs nun anbrechende Jahr 2012 wird lauten: Kriegt die Gemeinde einen neuen Kultursaal finanziell gebacken? Das steht noch völlig in den Sternen und ist vor allem abhängig von Zuwendungen, die einen Neubau in der favorisierten Ortslage ermöglichen würden.

Abgerissen - zum Entsetzen vieler Bürger - wurden 2011 auch die Ha-Ra-Tennishalle und das ehemalige Druckereigebäude vis à vis im Quierschieder Ortsteil Camphausen. Dem ging ein heftiger Schlagabtausch von Ha-Ra-Firmengründer Hans Raab, der das Gelände gepachtet hatte, mit der Landesregierung voraus. Am Ende waren hier nur noch Trümmer zu besichtigen. Und die sind mittlerweile auch weggeräumt. Was nun mit dem Gelände passieren wird, ist völlig ungewiss.

Die Gemeinde Quierschied muss sich auch damit abfinden, dass die Reha-Klinik der Vergangenheit angehört.

Derweil - und das ist wiederum erfreulich - entwickelt sich das IKS-Gelände in Göttelborn wie erhofft. Unter anderem hat die Firma Apolog, eine Tochter der Saarland Heilstätten GmbH hier im Sommer Einzug gehalten.

Bäder werden gesponsert

Die Stadt Friedrichsthal hat auch im Jahr 2011 gezeigt, dass sie anders ist als vergleichbare Kommunen. Denn trotz der leeren Kassen, der hohen Kredite und des Sparzwangs leistet sich die Stadt sowohl ein Hallen- als auch ein Freibad. Dieser erfreuliche Umstand - nicht nur für die Bewohner selbst, sondern auch für die vielen Badegäste aus der Umgebung - ist dem Förderverein der Bäder geschuldet. Darin engagieren sich Friedrichsthaler. Sie können sich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit voll und ganz auf einen Sponsor aus der Stadt stützen, der jedes Jahr "richtig Kohle springen lässt".

Positiv fiel auch im Jahr 2011 wieder die Leitung der Edith-Stein-Schule auf: Sie organisierte im August einen Friedensmarsch durch Friedrichsthal, an dem in diesem Jahr zum ersten Mal Schüler aller Schulen der Stadt teilnahmen.

Weniger erfreulich ist die Situation des Rechtsschutzsaales in Bildstock. Der älteste Versammlungsraum von Gewerkschaftern in Deutschland steckt tief im Dornröschenschlaf. Wenngleich einige Veranstaltungen, wie die Ehrung des SV Hellas mit dem DFB-Präsidenten Theo Zwanziger als Ehrengast, gegenzusteuern versuchen, ist zu bemängeln, dass ein dem Ort würdiges Vermarktungskonzept bisher fehlt. Hier tat sich der Stadtrat schwer, eine konstruktive Lösung auf den Weg zu bringen und so das Stadtmarketing anzukurbeln.

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