1. Saarland

Gesamtschule Dillingen lehrt global

Gesamtschule Dillingen lehrt global

Dillingen. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Dillingen ist "Modellschule für globales Lernen". Einen Kooperationsvertrag hat sie im März als erste von drei saarländischen Schulen mit dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saar geschlossen. Die Modellschule ist ein Teil des Gesamtkonzeptes "Globales Lernen macht Schule"

Dillingen. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Dillingen ist "Modellschule für globales Lernen". Einen Kooperationsvertrag hat sie im März als erste von drei saarländischen Schulen mit dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saar geschlossen. Die Modellschule ist ein Teil des Gesamtkonzeptes "Globales Lernen macht Schule". Mit diesem Projekt ist das Netzwerk von der Deutschen Unesco-Kommission ausgezeichnet worden.

Die IGS Dillingen ist seit 1989 Unesco-Projekt-Schule, eine von sechs Schulen im Saarland. Sie handeln nach den Zielen der Unesco, Themen wie Menschenrechte, Umweltschutz und Toleranz werden mit Projektarbeiten im Unterricht aufgegriffen. Das Engagement der Schule passte in das Konzept der Modellschule für globales Lernen, wie Ulrike Dausend vom Netzwerk Entwicklungspolitik erklärte. Zur Arbeit einer Modellschule gehört, globale Themen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern aufzuarbeiten. Dazu hat die IGS sich für jeden Jahrgang Schwerpunkte gesetzt.

In Workshops haben sich Schüler mit Kinderarmut und Kinderarbeit, Klima und Entwicklung, Fairer Handel, Afrika, Wasser als Lebensgrundlage oder Rassismus, Migration und Integration befasst. "Dabei stand immer auch die Frage im Mittelpunkt, was wir vor Ort tun können, um die Lebensbedingungen von Menschen weltweit zu verbessern", erklärte Marieluise Herresthal, Koordinatorin der Unesco-Arbeit an der IGS. Junge Videojournalisten der Schule schnitten Auszüge aus den einzelnen Workshops zu einer Nachrichtensendung zusammen.

Modellschulen sind, neben Dillingen, die Katharina-Weisgerber-Schule in Klarenthal und die Montessori-Gesamtschule Saarbrücken. Zwei Schulen sollen 2011 hinzukommen. "Wir wollen gezielt die Anzahl der Schulen überschaubar halten", erklärte Dausend. Im Gesamtprojekt "Globales Lernen macht Schule" geht es darum, begreifbar zu machen, dass lokales Handeln globale Auswirkungen hat, wirtschaftlich, sozial, ökologisch, kulturell und politisch. Hier sollen Alternativen entwickelt werden, die eine Nachhaltigkeit fördern. hth