1. Saarland

Gemeinsam feiert es sich besser

Gemeinsam feiert es sich besser

Türkismühle. Besonders die ehemaligen Schüler und Lehrer fühlten sich bei der Ausstellung am Sonntag im Foyer der Gesamtschule Türkismühle angesprochen. Mancher entdeckte auf einem der Fotos sein Gesicht oder seinen Namen in einem der vielen Texte. "40 Jahre Schulzentrum" lautete der Titel der Schau, um deren Aufbau sich die Türkismühler Heimatfreunde gekümmert hatten

Türkismühle. Besonders die ehemaligen Schüler und Lehrer fühlten sich bei der Ausstellung am Sonntag im Foyer der Gesamtschule Türkismühle angesprochen. Mancher entdeckte auf einem der Fotos sein Gesicht oder seinen Namen in einem der vielen Texte. "40 Jahre Schulzentrum" lautete der Titel der Schau, um deren Aufbau sich die Türkismühler Heimatfreunde gekümmert hatten. Und weil sie selbst seit 20 Jahren eine fruchtbare und erfolgreiche Arbeit leisten, Forschungen machen und Schriften herausgeben, schlossen sie sich mit einigen Tafeln der Schulausstellung an. Eine große Menge an Pressetexten, Bildern und Schriftstücken weckten das Interesse der vielen Hundert Besucher.Die beiden Tagebücher des ehemaligen Rektors Kleemann aus den Jahren 1972 bis 1974 lagen allerdings verschlossen in einer Vitrine. Womöglich bergen sie einige Geheimnisse. Angepinnt waren die Original-Baupläne des Schulzentrums. Auf einem davon war zusätzlich eine Schwimmhalle eingezeichnet, die allerdings nicht zustande kam. Das Schulzentrum kostete einschließlich der Sportanlage 14,8 Millionen Mark.

Hermann Scheid, der seinerzeit Amtsvorsteher und später Bürgermeister von Nohfelden war, erzählte während der Veranstaltung von der Idee, diese Schule zu bauen, von den verschiedenen Plänen und von der Realisierung des Bauwerks, an dem er maßgeblich beteiligt war. "Schon in den Jahren 1967 und 1968 waren Änderungen des Schulwesens im Gespräch", erinnerte er sich. Damals hätten im Amt Nohfelden 24 Volksschulen existiert, darunter sieben einklassige, acht zweiklassige und fünf dreiklassige. Um die Änderung der Schullandschaft herbeizuführen, sei ein Zweckverband gegründet worden. Die Gespräche mit den damals noch selbstständigen Gemeinden seien problematisch gewesen, weil in den Dörfern erst einige Jahre zuvor neue Schulen errichtet worden waren und jedes Dorf seine Schule behalten wollte.

Schülerinnen und Schüler sorgten im Laufe des Nachmittags für ein unterhaltsames Programm. Durch das Foyer erklangen Karaoke-Songs aus der Bauzeit der Schule. Die Grazygirls führten einen Hippietanz vor.

Der von Doris Kreitner im Dialekt geschriebene und von Schülern aufgeführte "Saarländische Hinkelskrimi" unterhielt die Besucher bestens. Inhaltlich ging es um die Hühner des Hannes, die ihm eines Tages gestohlen worden waren. Diebin war, wie sich herausstellte, ein Mädchen, das ihn liebte und die Tiere später wieder zurückbrachte.