Gemeinden belassen Winterdienst beim Landesamt für Straßenbau

Gemeinden belassen Winterdienst beim Landesamt für Straßenbau

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) übernimmt auch künftig den Winterdienst in den Gemeinden Freisen, Marpingen und Oberthal. Der Gemeinderat Freisen hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig dafür entschieden.

Und das, obwohl die Gemeinde künftig statt 65 Prozent der Kosten die volle Summe übernehmen muss. Aber Bürgermeister Karl Josef Scheer und der Rat sehen keine Möglichkeit, den Winterdienst selbst zu übernehmen. Die Gemeinde sei derzeit gerade mal in der Lage, die eigenen Gemeindestraßen zu bedienen. Technisch und Personell sei sie nicht ausgestattet, darüber hinaus mehr zu machen. Und Scheer betont: "Sicherheit geht vor."

Er sehe auch keinen Sinn darin, "ein Schachbrettmuster auf die Straße zu bringen". Und genau das entstehe, wenn unterschiedlich gewidmete Straßen zu unterschiedlichen Zeiten geräumt würden. Also bleibt alles beim Alten. Nur die Kosten ändern sich. Im Winter 2012/13 sind 15 000 Euro angefallen, in der Periode 2013/14 werden wohl 25 000 Euro fällig.

Sicherheit vor Kostenfrage

"Wir können nur hoffen, dass es einen milden Winter gibt", sagte Bürgermeister Werner Laub in der jüngsten Marpinger Gemeinderatsitzung. Auch hier haben sich die Räte einstimmig für einen Vertrag mit dem LfS ausgesprochen.

"Sicherheit vor der Kostenfrage" - nach diesem Prinzip habe sich die Gemeinde Oberthal schon im vergangenen Jahr trotz Kostenerhöhung für eine Zusammenarbeit mit dem LfS entschieden, so Bürgermeister Stephan Rausch. Jetzt steigen die Kosten nochmals an. Trotzdem hat sich der Gemeinderat Oberthal einstimmig dafür ausgesprochen, einen Winterdienst-Vertrag mit dem LfS abzuschließen.

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