Gelungene Premiere im Boxring

Gelungene Premiere im Boxring

Homburg. 14 sehenswerte Boxkämpfe sahen die 400 Zuschauer am Samstagabend in der Homburger Sport- und Spielhalle in der Virchowstraße. Es war die erste Boxveranstaltung in der Kreisstadt seit fast 50 Jahren. Organisator Matthias Wirth, selbst 14 Jahre Profi und zwei Mal deutscher Vizemeister, will diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren durchführen

Maximilian Neumann vom BC Homburg (links) verpasst seinem Gegner Ali Mete Demirbilek eine rechte Gerade. Der Schlag prallt aber nur auf die Deckung des Ludwigshafeners. Foto: BuB.
Maximilian Neumann vom BC Homburg (links) verpasst seinem Gegner Ali Mete Demirbilek eine rechte Gerade. Der Schlag prallt aber nur auf die Deckung des Ludwigshafeners. Foto: BuB.

Homburg. 14 sehenswerte Boxkämpfe sahen die 400 Zuschauer am Samstagabend in der Homburger Sport- und Spielhalle in der Virchowstraße. Es war die erste Boxveranstaltung in der Kreisstadt seit fast 50 Jahren. Organisator Matthias Wirth, selbst 14 Jahre Profi und zwei Mal deutscher Vizemeister, will diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren durchführen. "Es war eine Menge Arbeit, aber wir haben gute Kämpfe gesehen. Vor allem die Nachwuchsboxer des BC Homburg konnten sich präsentieren. Dafür hat es sich gelohnt, auch wenn wir finanziell etwas drauflegen müssen. Wir wollen es im kommenden Jahr wiederholen." Dann dürfte sich nicht nur in Fachkreisen herumgesprochen haben, dass die Premiere trotz des Ausbleibens einiger Kämpfer gelungen war. Bei den Kadetten trennte sich Yannik Gödicke vom BC 21 Neunkirchen in der 52-Kilogramm-Klasse vom einen Kopf größeren Pirmasenser Johann Pfirrmann unentschieden. Den ersten Kampf bei den Männern bestritt mit David Urgatz vom SSV Wellesweiler ebenfalls ein Neunkircher. Er bezwang Yunis Zengin vom BC Saarlouis-Fraulautern in der 60-Kilo-Klasse der Junioren nach Punkten. Der Elversberger Antonio Stein wurde gegen seinen hessischen Gegner Pascal Hauser (BC Kostheim) wegen technischer Überlegenheit in der dritten Runde zum Sieger erklärt.Der BC St. Ingbert war mit zwei Kämpfern vertreten. Alexander Foot siegte nach Disqualifikation seines Gegners Enes Karadavut (Boxring Ludwigshafen) bei den Junioren (bis 60 Kilo). Viktor Lobanov musste in der 65-Kilo-Klasse der Junioren gegen den Ludwigshafener Andre Herz in der dritten Runde aufgeben.Als erster Boxer des Veranstalters BC Homburg bestieg nach der Pause Sascha Grebel in einem Aufbaukampf gegen Mirko Grunder (Martinshöhe) den Ring. Und Grebel freute sich über ein unerwartetes Remis. Maximilian Neumann wollte den ersten "Heimsieg" für den BC Homburg, doch der Ludwigshafener Ali Mete Demirbilek war in der 75-Kilo-Klasse bei seinem 2:1-Punktsieg besser. Auch Tobias Hörner vom ASV Landau erwies sich für Nikolas Karantiakos vom BCH als zu stark, der Homburger unterlag dem Pfälzer in der gleichen Gewichtsklasse durch Aufgabe.Den Höhepunkt aus sportlicher Sicht bot BCH-Trainer David Kühn. In einem Kampf auf hohem Niveau hatte der Dudweiler Jens Hillekum im ersten Durchgang leicht die Nase vorne und setzte einige Treffer. Doch Kühn kam in der zweiten Runde besser durch und wurde noch vor dem zweiten Gong zum Sieger durch technischen K. o. erklärt. "Ich habe mich nicht hinten gesehen, habe aber nach wenigen Minuten meine Taktik geändert. Und dann wurde es besser", schilderte der Homburger.Den letzten Kampf bestritten dann Senad Serdowitch (BC 21 Neunkirchen) und Aci Erhan (TG Worms). Die beiden Schwergewichte lieferten sich eher eine Ringschlacht. Beide Kämpfer erhielten Verwarnungen. "Er ist türkischer Vizemeister. Ich wusste, dass er mich provozieren will, aber ich wollte nicht fallen. Ich habe seine Spielchen nicht mitgemacht, das hat sich am Ende ausgezahlt. Meine Treffer haben dann gesessen", kommentierte Senad Serdowitch seinen 2:1-Punktsieg. "Unser Nachwuchs konnte sich präsentieren. Dafür hat es sich gelohnt."Organisator Matthias Wirth

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