Gekommen, um viel zu lernen

Gekommen, um viel zu lernen

Völklingen. Jonas Schikorski ist einer der jüngsten und kleinsten Spieler der Baskets 98 Völklingen. Jucken tut das den 18 Jahre jungen, 1,83 Meter großen Aufbauspieler nicht. Er weiß, was er kann. Und er will noch besser werden. Seit dieser Saison spielt Schikorski für die erste Mannschaft der Baskets in der 2. Regionalliga Südwest/Nord

Völklingen. Jonas Schikorski ist einer der jüngsten und kleinsten Spieler der Baskets 98 Völklingen. Jucken tut das den 18 Jahre jungen, 1,83 Meter großen Aufbauspieler nicht. Er weiß, was er kann. Und er will noch besser werden.

Seit dieser Saison spielt Schikorski für die erste Mannschaft der Baskets in der 2. Regionalliga Südwest/Nord. Seit seinem neunten Lebensjahr hat er sich dem Basketball verschrieben. Zuletzt spielte für den TV Illingen in der Landesliga. Bevor Baskets-Trainer Jörg Arand ihn entdeckte und zu seinem Verein holte. Etwa eine halbe Stunde Anfahrtsweg hat der Neuzugang, doch das nimmt er gerne in Kauf. "Es lohnt sich, ich bereue den Wechsel auf keinen Fall", bekräftigt er.

In Illingen arbeitet er als Zimmermannsgeselle. Schikorski trainiert drei bis vier Mal die Woche, je nachdem wie es seine Arbeit zulässt. Drei Mal mit der ersten und einmal mit der zweiten Mannschaft. "Es ist extrem hart, weil ich teilweise bis um 18 Uhr arbeite und dann direkt von der Arbeit ins Training fahre", erzählt er.

Nach sechs Spielen in der 2. Regionalliga hat der Neuling schon einiges gelernt. "Ich habe viel über Abwehrverhalten erfahren, was ich vorher nicht wusste. Das Abwehrspiel ist vom körperlichen her viel extremer und härter als in der Landesliga. Es dauert auch noch, bis ich mich daran gewöhnt habe", gibt er zu.

Der große Altersunterschied zu den meisten anderen Baskets-Spielern stört den 18-Jährigen nicht - im Gegenteil. "Ich habe auch privat mehr ältere Freunde und verstehe mich mit allen im Training gut. Außerdem kann ich von den älteren Spielern sehr viel lernen", sagt der Neuzugang.

Um die Zukunft will er sich nicht so viele Gedanken machen. "Ich stecke mir keine zu großen Zukunftsziele. Mein Ziel ist es jetzt, mich in diesem Jahr mich an das Niveau zu gewöhnen, um mir dann in den nächsten Jahren einen Platz unter den ersten fünf Spielern in der Mannschaft zu erkämpfen." Er beschreibt sich selbst als ehrgeizigen Typ, der sich zwar hohe Ziele setzt, sich aber lieber Schritt für Schritt vorarbeitet. "Manchmal", sagt er, "stelle ich zu hohe Anforderungen an mich selbst. Das muss ich mir noch abgewöhnen".

Am kommenden Sonntag empfangen die Baskets 98 den TuS Makkabi Frankfurt. Spielbeginn ist um 16.30 Uhr in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen. "Ich denke, dass es ein spannendes Spiel wird, das wir, wenn wir uns so präsentieren wie in den letzten beiden Spielen, gewinnen müssten", sagt Schikorski. Bisher hat die Mannschaft nur ein Spiel verloren und fünf gewonnen. Schikorski ist überzeugt: "Wir haben einen sehr guten Lauf. Und wenn wir weiter so trainieren und Ehrgeiz zeigen, halte ich die Meisterschaft durchaus für möglich."

"Manchmal stelle ich

zu hohe Anforderungen an mich selbst."

Jonas Schikorski, Baskets 98

Am Rande

Die männliche U15 der Baskets 98 Völklingen hat in der Bezirksliga-Vorrunde auch ihr zweites Spiel gewonnen. Nach dem überragenden 169:25-Erfolg bei den Nordsaar Baskets setzte sich das Team von Trainerin Sonja Holzmann nun gegen den TV Ensdorf mit 102:40 durch. red

Mehr von Saarbrücker Zeitung