1. Saarland

Geistliches mit feinen Kontrasten

Geistliches mit feinen Kontrasten

St. Wendel. Die St. Annenkirche in St. Wendel ist in dämmriges Licht gehüllt. Keiner der rund 680 Zuschauer wagt ein Wort zu sprechen. Da durchbricht die zarte Melodie einer Querflöte die Stille. Aus dem hinteren Bereich der Kirche antwortet Bariton Marc Marshall und schließlich stimmt auch Tenor Jay Alexander mit ein

St. Wendel. Die St. Annenkirche in St. Wendel ist in dämmriges Licht gehüllt. Keiner der rund 680 Zuschauer wagt ein Wort zu sprechen. Da durchbricht die zarte Melodie einer Querflöte die Stille. Aus dem hinteren Bereich der Kirche antwortet Bariton Marc Marshall und schließlich stimmt auch Tenor Jay Alexander mit ein. Das Gesangsduo Marshall & Alexander war im Rahmen seiner "Paradisum" Kirchentour nach St. Wendel gekommen und begeisterte das Publikum mit geistlichen Werken. Titel wie das "Ave Maria" von Franz Schubert oder "Der Engel" von Richard Wagner, sangen die beiden wunderschön zweistimmig. Den besonderen Reiz machte dabei der Kontrast zwischen Alexanders heller Tenorstimme und Marshalls sonorem Bariton aus. Dabei trugen ihre Stimmen ohne technische Verstärkung bis zu den letzten Reihen der vollbesetzten Kirche. Begleitet wurde das Duo von Robert di Gioia und Richard Whilds am Harmonium, Klaus Jäckle an der Gitarre und Frank Lauber an der Flöte. Lauber war auch für die musikalische Leitung des Programms verantwortlich. "Ich wollte immer mal ein Konzert der beiden besuchen", erzählt Carmen Jung aus Dörrenbach, bisher kenne sie das Duo lediglich aus dem Fernsehen und von der CD. Seit 1998 treten Marshall & Alexander gemeinsam auf. Sie haben seither mehrere Alben mit Musik aus dem Bereich Klassik und Pop veröffentlicht. Am Samstag dominierten getragene sakrale Stücke das Programm. Einer der Höhepunkte des Abends war ihre Version von "Großer Gott wir loben dich", bei dem die gesamte Kirche mit einstimmte. Dieser Titel bewege die Menschen seit Jahrhunderten, sagt Alexander. Auch in der St. Annenkirche zeigten sich viele Zuschauer bewegt von der Musik des Duos. Allerdings gab es wenig Abwechslung im Programm. Stimmlich wurden die Stücke sehr gut vorgetragen. Lediglich Marshall zeigte während des Intros leichte Unsicherheiten. kira