1. Saarland

"Gehen Sie aufrecht und sagen Sie sich, Ich bin eine Königin"

"Gehen Sie aufrecht und sagen Sie sich, Ich bin eine Königin"

Wolfersweiler. Mehr als 100 Teilnehmerinnen sowie Ehrengäste hieß Landrat Udo Recktenwald willkommen. Er sprach über die gute Zusammenarbeit mit den Landfrauen und lobte sie als verlässlichen Partner. Er hoffe, dass nach dem Vortrag die Frauen nicht auch den Männern das Denken bestimmen

Wolfersweiler. Mehr als 100 Teilnehmerinnen sowie Ehrengäste hieß Landrat Udo Recktenwald willkommen. Er sprach über die gute Zusammenarbeit mit den Landfrauen und lobte sie als verlässlichen Partner. Er hoffe, dass nach dem Vortrag die Frauen nicht auch den Männern das Denken bestimmen.Die Landfrauen Nohfelden-Wolfersweiler hatten mit Monika Pees und ihrem Team ein abwechslungsreiches Frühstück präsentiert, das teilweise aus regionalen Produkten, eigenen Spezialitäten und selbst gekochten Marmeladen bestand. Die Vorsitzende der Landfrauen Nohfelden-Wolfersweiler, Reinhild Türkis, begrüßte und wünschte einen guten Appetit.

Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Ruth Heil. Die Schwerpunkte ihrer täglichen Arbeit sind Eheseminare, Fortbildung von Mitarbeitern und Beratung von Ehepaaren. Ihr Mann ist Pfarrer und Leiter der "Family Life Mission". Sie ist vielen bekannt durch christliche Zeitschriften sowie durch die Fernsehsendungen "Jörg Pilawa" und "Nachtcafe" mit Wieland Backes. Die Mutter von elf Kindern und Oma von neun Enkeln ist Autorin von mehr als 40 Büchern zum Thema Ehe, Frau- und Muttersein.

Die 64-Jährige setzte ein keckes Hütchen auf und lud die Frauen zu einem gemeinsamen Kanon ein. Anhand ihres eigenen Lebens konnte sie allerhand zu dem Thema sagen: "Wer oder was bestimmt mein Denken: Ist es nicht interessant wie wir dauernd denken und gedacht werden? Wir verknüpfen Gefühle, wir sehen wie sich eine Person, rank und schlank, eine Portion auf den Teller haut, die wir schon beim Anblick auf den Rippen haben. Ist das nicht ungerecht?"

Milliarden von Nervenzellen

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Teilnehmerinnen den unterhaltsamen Vortrag. "Wer oder was bestimmt mein Denken geht oft auch in die Kindheit zurück, wo uns verschiedene Dinge gesagt wurden, die uns im Erwachsenensein immer wieder in den Ohren klingeln. In 100 Milliarden Nervenzellen, die sich ständig miteinander in Verbindung bringen, haben Frauen einen besonderen Speicher für die negativen Dinge. Ein Psychologe sagte, dass eine negative Bemerkung fünf positive Bemerkungen braucht, um sie aufzuwiegen. Wer sagt uns schon fünf Mal etwas Gutes, wenn er einmal was Schlechtes gesagt hat? Außerdem bestehe bei Frauen noch ein Spezialgehirn für die Fehler des Ehemannes. Diese werden mit genauem Zeitpunkt gespeichert und können dann jederzeit abgerufen werden. Warum geben wir den negativen Gedanken so viel Raum, um die positiven zu verdrängen?"

Die Pfarrersfrau aus Fischbach bei Dahn gab den Frauen den Rat mit auf den Weg: "Gott hat jedem von uns einen Platz zugedacht, aber nicht, dass sie resignieren, nicht, dass sie bitter werden oder sich klein machen. Gehen Sie aufrecht und sagen Sie sich, Ich bin eine Königin". Zum Abschluss trug Ruth Heil noch ein wunderschönes Lied vor. Ihr gelang es mit ernsten Beiträgen die Frauen zu berühren, auch erreichte sie es mit Humor alle zum Schmunzeln und Lachen zu bringen. red