1. Saarland

GegenGegen mit den besseren Nerven

GegenGegen mit den besseren Nerven

Quierschied. Es laufen die letzten Sekunden in der Begegnung des Judoclubs gegen die Mannschaft GegenGegen. Die Judokas führen mit 2:1, haben einen 0:1 Rückstand wettgemacht. Ein letzter verzweifelter Schuss von GegenGegen fast von der Mittellinie aus - der Ball wird abgefälscht, trudelt mit der Schlusssirene genau neben dem Pfosten ins Tor. Der Keeper des Judoclubs ist chancenlos - 2:2

Quierschied. Es laufen die letzten Sekunden in der Begegnung des Judoclubs gegen die Mannschaft GegenGegen. Die Judokas führen mit 2:1, haben einen 0:1 Rückstand wettgemacht. Ein letzter verzweifelter Schuss von GegenGegen fast von der Mittellinie aus - der Ball wird abgefälscht, trudelt mit der Schlusssirene genau neben dem Pfosten ins Tor. Der Keeper des Judoclubs ist chancenlos - 2:2. Es kommt zum Siebenmeterschießen. Und da haben die Jungs von GegenGegen die besseren Nerven, gewinnen mit 3:2. Was folgt ist Jubel. Sieger und Verlierer liegen sich den Armen. Alle klatschen sich gegenseitig ab. Auch Meta Fey lacht. Sie macht aus ihrer Vorliebe für die Mannschaft des Judoclubs keinen Hehl. "Das sind meine Jungs. Ihnen hab' ich die Daumen gedrückt. Ich bin stolz darauf, dass sie ins Endspiel gekommen sind", erklärt sie.Drei Tage lang rollte das runde Leder in der Taubenfeldhalle. Beim 12. Steag-Cup, ausgerichtet von der Sportvereinigung und der Gemeinde Quierschied, wurde alles geboten, was Hallenfußball so schön und so anziehend macht. Rassige Dribblings mit tollen Tricks, prima Torwartparaden und viele, viele Tore. Alle Begegnungen verliefen überwiegend fair, schwere Verletzungen gab es keine. Die Damen und Herren vom Deutschen Roten Kreuz hatten kaum was zu tun.

Die Turnierleitung mit Edwin Fernsner, Christian Haas und Toni Schönenberger musste nicht eingreifen. Die Schiedsrichter - Susanne Tholei, Bernhard Brettar, Hans-Werner Meister, Uwe Saccon, Alexander Stolz, Karsten Klos, Ralf Montag, Christof Busch und Manfred Neuer - hatten alles im Griff. 13 aktive Mannschaften und 17 Hobbyteams kickten mit, boten an den drei Tagen den insgesamt etwa 1500 Zuschauern Hallenfußball vom Feinsten.

Die 1. Mannschaft der Gastgeber schaffte es vor heimischem Publikum ins Finale. Im Halbfinale hatten sie den FV Fischbach mit 4:3 besiegt. Doch im Endspiel wartete mit der Truppe Hansa Sarpei ein schwerer Brocken. "Die sind kaum zu schlagen. Die Jungs spielen sehr clever", erklärte Klaus Meiser. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im saarländischen Landtag ist Ehrenmitglied der Sportvereinigung. Er sollte Recht behalten. Nach zwölf Minuten stand ein 2:0 für die Hansa Sarpei-Kicker auf der Anzeigetafel.

Bei der Siegerehrung zeigte sich Steag-Pressesprecherin Katja Lander beeindruckt von den spannenden und fairen Spielen. Gemeinsam mit Lutz Maurer überreichte Lander die Siegerpokale und die Geldpreise. Insgesamt wurden 2000 Euro ausgespielt. Der Vorsitzende der Sportvereinigung zeigte sich mit dem Turnierverlauf zufrieden. "Es waren klasse Spiele", stellte er fest und lobte die Schiedsrichter für ihre gute Spielleitung. Dank sagte er auch den zahlreichen Helfern aus allen Abteilungen der Sportvereinigung für ihre Unterstützung. Und dann ging es bei der Players-Party in der Cafeteria des ehemaligen Hallenbades noch lange rund.