Gegen neue Naturschutzgebiete

Gegen neue Naturschutzgebiete

Gersheim. Das saarländische Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr will in Gersheim einige Gebiete in den Naturschutz einbeziehen. Betroffen sind die Gebiete "Baumbusch" bei Medelsheim, die "Himsklamm" in Niedergailbach sowie das Gebiet "zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim"

Gersheim. Das saarländische Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr will in Gersheim einige Gebiete in den Naturschutz einbeziehen. Betroffen sind die Gebiete "Baumbusch" bei Medelsheim, die "Himsklamm" in Niedergailbach sowie das Gebiet "zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim". Geht es nach dem Umweltministerium, werden die genannten Gebiete zu so genannten Landschaftsschutzgebieten erklärt. In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstagabend (wir berichteten) wurde diese Ausweisung vom Rat abgelehnt. Zuvor hatten sich schon die Ortsräte der betroffenen Gemarkungen gegen die Pläne von Umweltministerin Simone Peter (Grüne) ausgesprochen.Die Gemeinde argumentiert, dass die genannten Gebiete seinerzeit als FFH-Gebiete ausgewiesen wurden (Flora-Fauna-Habitat). "Bei der damaligen Ausweisung der Flächen als FFH-Gebiete bestand die klare Zusage des damaligen Ministeriums für Umwelt, dass diese Flächen keinen Status als Naturschutzgebiet erhalten", heißt es in der Beschlussvorlage der Gersheimer Verwaltung. Die vorliegende Rechtsverordnung beinhalte starke Restriktionen bezüglich der Nutzung vor allem auf Flächen "mit Ausweisung eines Lebensraumtypen".

Die Verwaltung argumentiert weiter, dass es sich häufig nicht um öffentlichen Besitz, sondern um Grundstücke von Bürgern aus der Gemeinde handele, wobei zudem die "wirtschaftlichen Interessen der Landwirte in der Gemeinde Gersheim" gefährdet seien. Aus diesen Gründen empfahl die Verwaltung dem Gemeinderat, die Rechtsverordnung in dieser vorliegenden Form abzulehnen. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung, wobei Horst Schwarz (Grüne) auf das Votum der Ortsräte verwies. Von Seiten der SPD wurde gemutmaßt, dass die Ministerin die Landschaftsschutzgebiete durchdrücken wolle, "egal wie die Gremien vor Ort entscheiden", hieß es im Rat.