| 21:24 Uhr

Permanent im Kriegszustand
Gefangen in der Fluglärmfalle

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Nachdem der Islamische Staat in Syrien besiegt ist, kehrt der Fluglärm-Terror zurück ins Saarland: Auf diese griffige Formel bringen es die geplagten Saarländer, denen die F-16-Kampfjets der US-Airforce seit 2017 wieder verstärkt auf die Nerven gehen. Von Dietmar Klostermann
Dietmar Klostermann

Denn der Fluglärm ist eine Dauerbelastung, an die sich der Mensch nicht gewöhnen kann, der im Gegenteil auf Kosten der Gesundheit und der Lebensqualität geht. Da jedoch die Nato die Lebensqualität des Großteils der Bevölkerung auch schützt, geht es beim Streit über die nervtötenden Übungsflüge nur um die Frage; Warum fliegen die Jets länger über dem Saarland als über anderen Regionen Deutschlands? Ein Frage, die die Saarländer zu Recht stellen. Trotz aller Bemühungen scheint aber die Bundesregierung nicht in der Lage zu sein, hier für Gerechtigkeit zu sorgen. Denn der Nato-Partner USA entscheidet immer noch selbst, wo, wann und wie lange er fliegt. „America first“ auch am Saar-Himmel.