Gefährdet Planverfahren neues Einkaufscenter für Homburg?

Gefährdet Planverfahren neues Einkaufscenter für Homburg?

Homburg. Der Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) hat gestern die Sorge geäußert, dass die "Einkaufsstadt Homburg" einen Rückschlag erleide. Wie unsere Zeitung erfuhr, fordert die Landesregierung überraschend ein Raumordnungsverfahren für das geplante Einkaufscenter auf dem Enklerplatz

Homburg. Der Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) hat gestern die Sorge geäußert, dass die "Einkaufsstadt Homburg" einen Rückschlag erleide. Wie unsere Zeitung erfuhr, fordert die Landesregierung überraschend ein Raumordnungsverfahren für das geplante Einkaufscenter auf dem Enklerplatz. Durch ein solches Verfahren würden sich die Planungen für die Einkaufsgalerie - im Gespräch ist der Hamburger Betreiber ECE, der auch die Europa-Galerie in Saarbrücken organisiert - um mindestens ein Jahr verzögern, bestätigte Schöner. Bislang habe sich die Stadt auf Zusagen des Umweltministeriums aus den Jahren 2008/2009 verlassen, dass ein solches Verfahren wegen der City-Lage nicht notwendig sei. Bei einem Raumordnungsverfahren sind die Träger öffentlicher Belange, auch die Nachbarkommunen, gefragt, Bedenken gegen das mit 18 500 Quadratmetern Verkaufsfläche geplante Center zu äußern. Dies bedeute eine Einflussnahme auf Art und Umfang des Warenangebots, sagte Schöner. Zudem müsste die Stadt einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Ob der Investor diese Verzögerung mitmache, sei nicht abzusehen. Auch stehe noch nicht fest, ob die Stadt Klage gegen das Land einreichen werde, sagte Schöner. pn

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